Enttäuschender Juli im Modehandel

Enttäuschender Juli im Modehandel

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Die Getreidegasse in Salzburg im Juli 2017
Die Getreidegasse in Salzburg im Juli 2017

Der österreichische Modehandel schloss den Juli 2017 auf dem gleichen Niveau wie im Juni ab (-3,8 %), kumuliert schafft die Branche nach sieben Monaten ein schwaches Umsatzplus von 0,8 %.

Wenn man den offiziellen Statistiken der EU Glauben schenkt, ist die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone so gut wie schon seit zehn Jahren nicht. In Österreich ist die Konsumlaune der Konsumenten laut GfK auf dem höchsten Niveau seit immerhin 2011 angelangt. Dem heimischen Modehandel hilft das alles nicht. Er hat weiter mit mauen Umsätzen zu kämpfen.

Der Juli im Detail

Laut den Daten von KMU Forschung Austria und WKO lagen die Umsätze im Juli 2017 im stationären Bekleidungshandel exakt auf dem Niveau des Vorjahresmonats. Enttäuschend angesichts der schlechten Vorlage von –3,8 %. Das Ergebnis wurde bei gleich vielen Einkaufstagen erzielt. Dem gesamten Einzelhandel erging es übrigens nicht viel besser: Er konnte gerade einmal ein Mini-Plus von 0,2 % (real: -1,2 %) erreichen. Dass es dem Modehandel nicht blendend geht, sieht man auch an der Preisentwicklung: Gegenüber dem Vorjahresmonat ist das Preisniveau in der Branche um 0,6 % gesunken. Real gab es somit ein ebensolches Absatzplus von 0,6 %. Am besten liefen die Geschäfte in den westlichen Bundesländern (+1,6 %), während es im Süden und Osten tendenziell rückläufige Umsätze (-0,7 bzw. -1,1 %) gab. Wohl aufgrund des lange anhaltenden Schönwetters schnitten Geschäfte in Stadtzentren und Einkaufsstraßen tendenziell besser ab als solche in Einkaufszentren. Nach Sortimentstyp schlugen sich reine HAKA-Händler mit einem Plus von knapp 3 % am besten.

Kumuliert steht die Branche nach sieben Monaten damit bei einem geringfügigen Umsatzplus von nominell 0,8 %. Real entspricht das einer roten Null (-0,1 %).
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