Endgültiges Aus für René Lezard

Endgültiges Aus für René Lezard

René Lezard
René Lezard F/S 2020
René Lezard F/S 2020

Nach der zweiten Insolvenz innerhalb von zwei Jahren konnte der deutsche Premium-Anbieter René Lezard keinen Investor mehr finden. Der Betrieb wird mit Ende Jänner 2020 eingestellt.

Aufgrund einer gescheiterten Kapitalerhöhung musste die René Lezard Mode AG am 18. Juli 2019  einen Insolvenzantrag stellen. Die Entwicklung hatte sich abgezeichnet, als bekannt wurde, dass der türkische Textilproduzent Cemsel Tekstil die vereinbarte Kapitalerhöhung verweigert. CEO Isabella Hierl versicherte im Sommer, das operative Geschäft würde fortgeführt und ein neuer Investor zeitnah gefunden werden. Doch der steigende Wettbewerbsdruck der letzten Monate machte die Suche unmöglich. 

Keine Chance auf Investorenlösung

Das Unternehmen hat nun umfassende Restrukturierungsmaßnahmen in den Bereichen Logistik und Produktion eingeleitet, um so die hohen Kostenstrukturen dem Wettbewerbsumfeld anzupassen. Aufgrund des aktuellen Umsatzniveaus war klar, dass die Herausforderungen der Zukunft – Digitalisierung der Lieferketten, stärkere Fokussierung auf den Onlinehandel und Investitionen in die Marke – nur mit einem strategischen und kapitalstarken Partner umgesetzt werden können. 

Aktuell bestehen keine Chancen auf eine Investorenlösung: Aufgrund des hohen Vorfinanzierungsbedarfes war bislang kein in- oder ausländischer Modehersteller oder Finanzinvestor bereit, in das Unternehmen zu investieren. Aus diesem Grund werde das Unternehmen die Miet- und Arbeitsverhältnisse zum 31.Jänner 2020 beenden, so eine aktuelle Mitteilung. Gleichzeitig werde man mit dem aktuellen Warenbestand in eine Abverkaufsphase gehen. 

stats