Eine waschechte Eybl soll es sein

Eine waschechte Eybl soll es sein

EYBL
Catrin Aschenwald-Eybl © EYBL
Catrin Aschenwald-Eybl © EYBL

Mit Catrin Aschenwald–Eybl (41) zieht wieder eine waschechte Eybl in die Geschäftsführung der Sport Eybl & Sports Experts AG ein. Die Österreichische Textil Zeitung befragte sie zu Karriere, Konzern und femininem Touch.

Früh übt sich

Catrin Aschenwald–Eybl repräsentiert das 1931 gegründete Unternehmen Eybl in mittlerweile dritter Generation. Das Interesse für den Handel mit Sportartikeln wurde ihr bereits in die Wiege gelegt und so verwundert es kaum, dass mit Einreichung ihrer Diplomarbeit 1996 feststand, dass sie für den Eintritt in das Traditionsunternehmen Eybl bereit war. Bevor sie jedoch im Aufsichtsrat landete, durchlief die Tochter von Lutz Eybl eine „harte Schule“ von insgesamt fünf Jahren, wo sie nahezu jeden Bereich von Sport Eybl selbst für sich entdecken durfte, Erfahrungen sammeln konnte und vor allem wollte.

Herausforderungen an der Spitze


Der kürzliche Wechsel vom Aufsichtsrat in die Geschäftsleitung war für Aschenwald-Eybl nach eigenen Angaben kein Kinderspiel. Durch die Beteiligung von Sports Direct International sei „alles im Umbruch“, was die Eybl-Chefin die Unterstützung durch ihre langjährigen Mitarbeiter ganz besonders wertschätzen lässt. Bei dem Balanceakt Familie-Job steht ihr vor allem ihr Ehemann zur Seite, der sich gerne um die beiden Kinder kümmert, wenn Mama das eine oder andere Meeting dranhängen muss.
Aber auch die Kombination Österreich-England stellt im Arbeitsalltag eine Herausforderung dar. Während die österreichische Hälfte der Sport Eybl & Sports Experts AG im Job eher auf den altbekannten Schmäh und persönliche Beziehungen setzt, zeigen sich die Briten gerne geradlinig und stets mit Ziel vor Augen.


Der feminine Touch


Ein Hauch von Weiblichkeit weht aber jetzt nicht nur in der Führungsebene von Eybl, sondern auch im Sortiment spielt der feminine Touch eine zentrale Rolle. Durch die weibliche Einkaufsleitung ist ein Eingehen auf die Bedürfnisse der Kundinnen garantiert. Für weibliche „Problemfälle“ wie Hallux oder passende und bequeme Bergsportschuhe ist somit vorgesorgt.
Hochmotiviert nimmt sich die Konzernchefin auch selbst gerne „Mädels-Themen“ an. Die von ihr entwickelte „Hi-Po“-Leggings bietet eine stützende Funktion im Gesäßbereich und soll das Po-Bindegewebe vor zu hoher Belastung durch sportliche Aktivität schützen. Nach bisher regem Anklang soll die Innovation auch bald in den Eybl Stores über den Ladentisch gehen.


Zukunft im Hause Eybl


In Zukunft möchte sich die Neo-Geschäftsführerin von Eybl für die Säulen Beratung, Sortiment und Service einsetzen. Auch das Shop Design soll nicht zu kurz kommen. Aber vor allem die Preispolitik spielt jetzt eine wichtige Rolle bei der Planung des Unternehmens. Durch den Einfluss von Sports Direct wird Sports Experts noch gezielter im Preissektor positioniert, was beiden Vertriebslinien nicht schadet. Durch Teilung des Sortiments soll herausgefunden werden, was in Österreich beim Endverbraucher ankommt und was nicht.

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