Der Online-Boom macht um kleine Händler einen...

Der Online-Boom macht um kleine Händler einen Bogen

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Mobiles Onlineshopping via Smartphone boomt
Mobiles Onlineshopping via Smartphone boomt

Eine aktuelle Studie von EHI und Statista zeigt: Die Umsätze der großen Onlineshops wachsen, kleinere E-Commerce-Akteure müssen sogar Rückgänge verkraften. Mobile ist Pflicht.

Der Umsatz der Top 250 Onlineshops in Österreich ist im Jahr 2016 gegenüber dem Vergleichszeitraum um 8,6 % gewachsen. Dies belegt eine Studie, die das EHI Retail Institut und Statista gemeinsam mit dem Österreichischen Handelsverband durchgeführt haben. Die Marktkonzentration, die sich in den letzten Jahren stark erhöht hat, blieb zuletzt aber gleich. So erwirtschafteten die zehn umsatzstärksten österreichischen Onlinehops mit zusammen 1,2 Mrd. Euro knapp die Hälfte des Gesamtumsatzes der Top 250 (2,5 Mrd. Euro). An der Spitze thront nach wie vor Amazon, das 2016 in Österreich einen Umsatz von 556 Mio. Euro erwirtschaftete. Zalando folgt mit 174,3 Mio. Euro. Der Universal Versand, mit einem Umsatz von 111 Mio Euro, belegt Platz drei.

58 Newcomer in den Top 250 Onlineshops Österreichs

An der Spitze gab es zwar keine Veränderungen, allerdings sorgten viele Newcomer insgesamt für Bewegung am Markt. 58 neue Akteure schafften es ins Ranking der Top-250-Online-Shops. Acht davon konnten in die Top 100 vordringen. »Das Wachstum findet sich allerdings vor allem bei den jeweils 150 umsatzstärksten Onlineshops – danach sind die Wachstumsraten geringer oder sogar negativ«, erklärt Christoph Langenberg, Projektleiter Forschungsbereich E-Commerce im EHI.

Pureplayer und Multichannel-Händler halten sich die Waage

Die Anzahl der Multichannel-Händler ist überraschenderweise rückläufig. In Österreich setzen noch 99 Onlineshops auf das Multichannel-Model - verfügen also zusätzlich zum Onlineshop über stationäre Filialen oder einen Print-Katalog. Das sind zehn Shops weniger als im Vorjahr. Auch die Verbreitung von Cross- und Omnichannel-Commerce ist in Österreich leicht gesunken. Bei 60 Shops lässt sich eine Verknüpfung der Kanäle erkennen, im Vorjahr waren es noch 65 Shops. Somit sind in Österreich die Online-Pureplayer, die mit 91 Shops im Ranking vertreten sind, mit den Multichannel-Händlern mittlerweile fast gleichauf.

Mobile ist Pflicht

Im vergangenen Jahr hat sich bereits abgezeichnet, dass Mobile im Onlinehandel der Alpenländer endgültig zum Pflichtprogramm geworden ist. Unter den Shops im österreichischen Ranking bieten nur noch sieben Singlechannel-Händler keine mobile Variante ihres Shops an, im Vorjahr waren es noch 13. »Mobile ist längst ein Must-have, um die begehrte Zielgruppe der Digital Natives noch zu erreichen. Mehr als 90 Prozent der österreichischen Anbieter haben dies erkannt und ihren Onlineshop für mobile Endgeräte angepasst«, bestätigt Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbandes. Die Rankings der 100 umsatzstärksten Onlineshops in Österreich und der Schweiz sind als Poster kostenlos erhältlich auf der Website von iBusiness erhältlich.
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