Coronavirus: Auch europäische Modebranche ist...

Coronavirus: Auch europäische Modebranche ist betroffen

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Download von www.picturedesk.com am 11.02.2020 (13:58). ACT action_30679112 -- An empty shopping mall in Causeway Bay amidst the Wuhan coronavirus outbreak. 28JAN20 SCMP / May Tse *** Local Caption *** - 20200128_PD19636
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Fabriken wurden geschlossen, Containerschiffe fahren nicht, Messen wurden abgesagt: Die Auswirkungen der Corona-Epidemie auf die Modebranche sind vielfältig.

Der Ausbruch des Coronavirus hat Auswirkungen auf die gesamte Branche, teilweise wird auch der europäische Modehandel die Folgen zu spüren bekommen. So wurden in China wichtige Fabriken entlang der gesamten textilen Kette geschlossen.

Der oberösterreichische Faserhersteller Lenzing etwa hat zwei seiner drei Anlagen in China heruntergefahren. Als Gründe für die Entscheidung werden  Lieferengpässe in der Versorgung mit Rohstoffen sowie ein genereller Rückgang der Nachfrage angegeben.

Containerschifffahrt auf Monate belastet

Das Coronavirus bringt aber auch die Containerschifffahrt durcheinander. Obwohl China seine Häfen nicht geschlossen hat, fahren Reedereien die Volksrepublik weniger an. Die drei größten Containerreedereien – Maersk, MSC und CMA CMG – haben Fahrten nach China reduziert, wie sie in der Vorwoche erklärten. Das führt zu einem Rückstau an in Europa benötigten Waren und Rohstoffen, der die gesamte Branche noch auf Monate hinaus beschäftigen dürfte. China ist bekanntlich größter Textil- und Bekleidungsproduzent der Welt und auch für Österreich das weitaus wichtigste Herkunftsland.

Einkäufer bleiben Messen fern

Während alle wichtigen in China aktiven Modemarken einen großen Teil ihrer dortigen Filialen bereits seit Tagen geschlossen halten, fehlen Kunden aus China zunehmend auch in Europa. Das betrifft nicht nur die Endkunden: So haben bereits viele chinesische Einkäufer angekündigt, der Mailänder Modewoche (18. bis 24. Februar) fernzubleiben. Die italienische Mode- und Textilindustrie befürchtet deshalb schwere Rückschläge. Immerhin werden neue Streaming-Angebote eingerichtet, sodass chinesischen Einkäufer und Journalisten die Schauen zumindest via Computer verfolgen können. In China stattfindende Messen wie die Ispo Beijing, die Intertextile Shanghai Apparel Fabrics, die Yarn Expo und die Intertextile Shanghai Home Textiles wurden gleich ganz abgesagt.

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