Coronakrise: Geschäfte für eine Woche geschlo...

Coronakrise: Geschäfte für eine Woche geschlossen

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Download von www.picturedesk.com am 13.03.2020 (09:47). ABD0082_20200311 - SALZBURG - ÖSTERREICH: Das Coronavirus wird in Österreich in den kommenden Wochen zu starken Einschränkungen führen. Im Billd: Die Situation in der Salzburger Getreidegasse am Mittwoch, 11. März 2020. - FOTO: APA/BARBARA GINDL - 20200311_PD4713
Download von www.picturedesk.com am 13.03.2020 (09:47). ABD0082_20200311 - SALZBURG - ÖSTERREICH: Das Coronavirus wird in Österreich in den kommenden Wochen zu starken Einschränkungen führen. Im Billd: Die Situation in der Salzburger Getreidegasse am Mittwoch, 11. März 2020. - FOTO: APA/BARBARA GINDL - 20200311_PD4713

Ab Montag müssen alle Geschäfte, die nicht der Grundversorgung dienen, geschlossen halten. Für die wichtigsten rechtlichen Fragen wurden Servicestellen eingerichtet.

Bundeskanzler Sebastian Kurz hat heute in einer Pressekonferenz angekündigt, dass ab Montag, 16. März, Geschäfte geschlossen bleiben müssen. Das gelte nicht für den Lebensmittelhandel, Apotheken, Drogerien, Post, Banken und andere Geschäfte, die für die Grundversorgung zuständig sind, so Kurz.

Darüber hinaus dürfen Restaurants, Bars und Kaffeehäuser gemäß Ankündigung der Regierung ab Montag nur noch bis 15.00 Uhr offen halten.

Bereits für morgen, Samstag, wurde ein umfassendes Hilfspaket für die Wirtschaft angekündigt.

Informationsmöglichkeiten

Sowohl die Bundeswirtschaftskammer als auch der Handelsverband haben auf ihren Internet-Auftritten zentrale Infopoints für alle rechtlichen Fragen zum Thema Coronavirus aus Unternehmersicht eingerichtet. Für arbeitsrechtliche Fragen ist auch die Info-Seite der Arbeiterkammer empfehlenswert. Aktuelle Informationen vonseiten der Bundesregierung über Ausbreitung der Krankheit sowie einzuhaltende Maßnahmen finden sich gesammelt beim Sozialministerium

Überbrückungshilfen

Das aws (Austria Wirtschaftsservice) stellt für KMUs Betriebsmittelfinanzierungen (z. B. für Wareneinkäufe, Personalkosten) zur Verfügung. Das Programm richtet sich an gesunde Unternehmen, die aufgrund der gegenwärtigen Lage über keine ausreichende Liquidität zur Finanzierung des laufenden Betriebes verfügen bzw. deren Umsatz- und Ertragsentwicklung durch Auftragsausfälle oder Marktänderungen beeinträchtigt ist. Weitere Informationen finden Sie hier.

Enorme Auswirkungen auf den Handel

Der heimische Einzelhandel berichtete gestern von enormen Auswirkungen der aktuellen Covid-19-Epidemie auf Besucherfrequenzen und Umsatzzahlen. Laut Handelsverband sind 80 % der heimischen Non-Food-Händler von Umsatzrückgängen im Ausmaß von teils über 30 % betroffen. So registrierten die Shopping City Süd (SCS) und das Donau Zentrum (DZ) in Wien seit der Ankündigung der ersten Gegenmaßnahmen am 10. März »einen deutlichen Rückgang bei den Besucherzahlen«. Im Februar habe man gesamt betrachtet noch mit einer Frequenzsteigerung gegenüber dem Vorjahr abgeschlossen, hieß es von Betreiberseite. Im Designer Outlet Parndorf schmerzt vor allem das Ausbleiben der wichtigen Gäste aus China. Bei Peter Schaider, Eigentümer des Wiener Auhof-Centers, sind es überwiegend betagte Kunden, die vom Einkaufen absehen, berichtet der Standard. Bis auf den Supermarkt und die Apotheke sei auch in der Lugner-City weniger los, erzählt Richard Lugner. Außerdem mussten in den Einkaufszentren quer durchs Land eine Vielzahl an Veranstaltungen, etwa Late Night Shoppings, Shop-Eröffnungen oder Flohmärkte, abgesagt werden.

Bundeskanzler Sebastian Kurz hat gestern Abend die Bevölkerung auf großflächige Ladenschließungen wie in Italien vorbereitet. Die Menschen sollten aber die Möglichkeit haben, sich auf diese Schritte einzustellen, deswegen würden weitere Schritte erst am Montag in Kraft treten, so der Kanzler im ORF. Kurz warnte vor Panikreaktionen und sagte, er könne gewährleisten, »dass die Versorgungssicherheit, was Lebensmittel betrifft, selbstverständlich gewährleistet ist«.

»Alle Lebensmittelgeschäfte werden selbstverständlich immer geöffnet sein zu ganz regulären Öffnungszeiten.« Auch Gesundheitsminister Rudolf Anschober betonte in der ZIB, dass essenzielle Bereiche zur Versorgung jedenfalls weiter funktionieren würden. Dazu gehörten etwa Apotheken und der Lebensmittelhandel.

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