Corona-Stillstand und die Zeit danach...
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Download von www.picturedesk.com am 17.03.2020 (11:22). ABD0040_20200315 - INNSBRUCK - ÖSTERREICH: ZU APA0106 VOM 15.3.2020 - In Tirol kommt es im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus zu einer weiteren drastischen Maßnahme: einer de facto Ausgangssperre. Ausnahmen seien nur Notfälle oder wenn die Menschen Lebensmittel und Medikamente einkaufen beziehungsweise zur Arbeit müssten. Im Bild: Leere Sitzmöglichkeiten vor einem Cafe aufgenommen am Sonntag, 15. März 2020, in Innsbruck. - FOTO: APA/EXPA/ERICH SPIESS - 20200315_PD1837
Download von www.picturedesk.com am 17.03.2020 (11:22). ABD0040_20200315 - INNSBRUCK - ÖSTERREICH: ZU APA0106 VOM 15.3.2020 - In Tirol kommt es im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus zu einer weiteren drastischen Maßnahme: einer de facto Ausgangssperre. Ausnahmen seien nur Notfälle oder wenn die Menschen Lebensmittel und Medikamente einkaufen beziehungsweise zur Arbeit müssten. Im Bild: Leere Sitzmöglichkeiten vor einem Cafe aufgenommen am Sonntag, 15. März 2020, in Innsbruck. - FOTO: APA/EXPA/ERICH SPIESS - 20200315_PD1837

Ein Kommentar von Chefredakteurin Brigitte Pfeifer-Medlin

Wenn Sie diesen Text lesen, haben Sie Ihren Laden schon seit zwei Tagen geschlossen, unsere Redaktion arbeitet im Home Office. Wir verdanken es der so oft verfluchten Digitalisierung, dass wirtschaftliches und gesellschaftliches Leben in Minimalform noch immer möglich ist. Die Corona-Krise, die zuerst ein Land und nun einen ganzen Kontinent zum Stillstand bringt, ist nicht mit den Krisen von 2001 und 2008 vergleichbar. Nine-Eleven raubte die Vorstellung von Sicherheit, die Lehmann-Pleite Unmengen von Geld – diesmal aber fürchtet die Welt um ihr wertvollstes Gut: die Gesundheit der Menschen, die in ihr leben.

Im Taumel der Auswirkungen einer exogenen Katastrophe durch den Clusterfuck Corona Ruhe und Besonnenheit zu bewahren, fällt naturgemäß nicht Jedem leicht. Denn allen muss klar sein: Die Post-Corona-Zeit wird nur wenig mit der Ära vor Ausbruch der Pandemie zu tun haben. Wie lange wird die Welt darunter leiden? Bis nach Ostern? Bis nach dem Sommer? Bis in alle Ewigkeit?

Wer sich um die Alten sorgt und den Jungen kein Leben in Armut und Unsicherheit wünscht, sollte stabil und verlässlich bleiben. Heute geht die neue Ausgabe der ÖTZ in Druck. Einige der Storys sind schon vor Ausbruch der Corona-Krise entstanden. Wir bringen sie dennoch – für die Zeit danach. Denn eine Zeit danach wird es ganz sicher geben! Vielleicht mit weniger Mobilität. Ganz sicher mit neuen Arbeitsmodellen. Und hoffentlich einem menschlicheren Miteinander!

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