Calida Group: Mehr Umsatz, weniger Gewinn

Calida Group: Mehr Umsatz, weniger Gewinn

Calida
Calida F/S 2017
Calida F/S 2017

Im letzten Geschäftsjahr konnte die Calida-Gruppe ihren Nettoumsatz um 3,3 % auf 370,9 Mio. Schweizer Franken steigern, der Gewinn sank jedoch um 13,1 % auf 14,8 Mio. CHF.

Als Grund dafür nennt die Calida-Gruppe Einmalkosten in Höhe von 4 Millionen Schweizer Franken, die im vergangenen Geschäftsjahr dazu verwendet wurden, um Restrukturierungen bei der zum Unternehmen gehörigen Millet Mountain Group durchzuführen. Auch Investitionen in die Calida-Marken Aubade und Calida wurden getätigt, etwa wurde in Marketing-Aktionen bei Calida und in die Kooperation mit dem Designer Christian Lacroix investiert, der für Aubade eine eigene Lingerie-Linie entworfen hat.

Der Betriebsgewinn vor Einmaleffekten konnte um 3,3 % auf CHF 22,3 Millionen gesteigert werden. Nach Anrechnung der Einmalkosten von 4 Millionen Schweizer Franken ergab sich ein Betriebsgewinn (EBIT) von CHF 18.3 Millionen.

»In den ersten neun Monaten als neuer CEO ging es mir darum, das operative Ergebnis der Calida-Gruppe abzusichern, was dank starker Teamarbeit in einem sehr anspruchsvollen Marktumfeld gut gelang«, so CEO Reiner Pichler. »Mit der vom Verwaltungsrat im Herbst abgesegneten Refokussierung der Unternehmensstrategie sollte die Grundlage für eine nachhaltig profitable Entwicklung unserer Gruppe geschaffen sein.«

Die Marken

Das Label Calida konnte seinen Nettoumsatz im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 Prozent auf 130,6 Millionen Schweizer Franken erhöhen. 40 % seines Umsatzes werden am Heimatmarkt Schweiz erwirtschaftet.

Über das gesamte abgeschlossene Geschäftsjahr gesehen, konnte Aubade den eigenen Umsatz von 53,4 Mio. EUR auf 53,3 Mio. EUR erhöhen. Im Geschäftsjahr 2016 wurde in die Calida-Eigenmarke investiert, etwa in die Zusammenarbeit mit Christian Lacroix.

Vereinfachung der Führungsstruktur


Im Zuge der Übernahme von Reich Online werde zudem die operative Führungsstruktur vereinfacht, wie es heißt. Neu eingeführt wird ein Executive Board der Calida Group mit divisionsübergreifenden Funktionen. Dieses besteht aus Reiner Pichler (CEO), Thomas Stöcklin (CFO), Daniel Gemperle (COO) und Manuela Ottiger (CHRO). Die erweiterte Gruppenleitung (Group Management) setzt sich neu aus den genannten Mitgliedern des Executive Boards sowie sämtlichen General Managern der Divisionen zusammen, die um die neue Division Online Services unter der Leitung von Karin Stäbler erweitert werden.

Prognose


Für das aktuelle Geschäftsjahr hat sich die Calida Group das Ziel gesetzt, in nachhaltiges organisches Wachstum zu investieren. Man rechnet trotz der schwierigen Zeiten für den europäischen Einzelhandel mit einer stabilen Entwicklung des Unternehmens.
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