Bonprix eröffnet Future-Store

Bonprix eröffnet Future-Store

Bonprix
Bonprix Fashion Connect, Shoppen per App
Bonprix Fashion Connect, Shoppen per App

Wie sich der Modeversender Bonprix das Einkaufen der Zukunft vorstellt, kann man ab Mitte Februar in einem Pilot-Store in Hamburg erleben.

Peek & Cloppenburg, Galeria Kaufhof, Karstadt, Saturn – sie alle findet man in der Mönckebergstraße, der wichtigsten Einkaufsstraße Hamburgs. Am 14. Februar feiert genau dort das neue Retail-Konzept des großen Hamburger Versenders Bonprix Premiere. Glaubt man dem Tochterunternehmen der Otto Group, werden hier »die Vorteile des stationären Handels konsequent mit den Vorzügen des Onlineshoppings kombiniert«.

So funktioniert’s

Basis für die Verwendung aller zusätzlichen Dienstleistungen im Store ist die Bonprix-App, die den Kunden als »persönlicher digitaler Shopping-Assistent« dienen soll, wie es in der Pressemitteilung heißt. »Sie ist Eintrittskarte und Fernbedienung für den Store.« Die Kundin checkt also über die App im Laden ein. Auf der Ladenfläche, am sogenannten »Trend Floor«, wird jedes Kleidungsstück oder Accessoire jeweils nur einmal präsentiert. »Diese One-Item-Presentation verleiht dem Store einen übersichtlichen und großzügigen Showroom-Charakter, durch den die Mode ansprechend in Szene gesetzt wird«, sagt der zuständige Bonprix-Geschäftsführer Rien Jansen. »Unaufgeräumte Ladenregale und das Wühlen nach der richtigen Größe gehören hier der Vergangenheit an.« Gefällt der Kundin ein Artikel, kann sie den Code scannen und sich die gewünschte Größe in eine Kabine hängen lassen. In der Zwischenzeit kann sie sich mit einem Getränk an einer der beiden »Fashion Bars« erfrischen. Die Kabinen sind »extra großzügig gehalten« verspricht Bonprix, und sorgen mit »vier wählbaren Lichtszenarien für die richtige Wohlfühlatmosphäre«. Passt ein Kleidungsstück nicht, kann über die App oder ein großes Display unkompliziert eine andere Größe direkt in die Kabine bestellt werden. »Fashion Assistants« unterstützen beim Einsatz der App und beraten in Modefragen, heißt es außerdem. Verlässt die Kundin die Kabine mit ihren Wunschartikeln, aktualisiert sich die »digitale Einkaufstasche« dank RFID-Technologie automatisch. Bezahlt wird dann entweder direkt in der App, per Bankomat- oder Kreditkarte am Self-Check-Out oder auf Wunsch bei einem Mitarbeiter an der Barkasse.

Experimentelles Shopping-Labor

Zwei Jahre hat Bonprix das Konzept konzipiert und getestet. Doch damit ist die Arbeit noch nicht zu Ende. Vielmehr sehe man den Store als »experimentelles Shopping Lab«, erklärt Daniel Füchtenschnieder, Geschäftsführer der eigens gegründeten Bonprix Retail GmbH. Ständige Verbesserungen des Einkaufserlebnisses seien geplant, etwa personalisierte Produktvorschläge, die es beim Start noch nicht gibt. »Wir werden ganz viel wahrnehmen und lernen, unsere Eindrücke direkt in unser Konzept einfließen lassen und den Store ständig weiterentwickeln«, verspricht Füchtenschnieder. Auch für die Otto Group nehme das Projekt einen hohen Stellenwert ein, sagt Sven Seidel, Vorstand Multichannel-Retail beim Hamburger Konzern. »Der Erlebnisfaktor und die persönliche Beratung sind immer noch Alleinstellungsmerkmale des stationären Einzelhandels. Um in Zukunft erfolgreich zu sein, ist es jedoch zwingend, die Chancen der Digitalisierung auch im Offline-Retail zu nutzen und digitale, am Kundennutzen ausgerichtete Services zu integrieren. Die Otto Group testet verschiedene Konzepte. Der Laboransatz, den Bonprix verfolgt, ist dabei ein besonders innovativer. Durch die Innovationen sollten »klassische Schwachstellen des Einzelhandels« der Vergangenheit angehören, etwa durchwühlte Ladenregale, enge und schlecht ausgeleuchtete Kabinen oder lange Schlangen an Kassen.

Über Bonprix

Bonprix ist mit 1,56 Mrd. Euro Umsatz im Geschäftsjahr 2017/18 (per 28. Februar) ein Moderiese, der in 30 Ländern mehr als 35 Mio. Kunden erreicht. Mehr als 80 % des Umsatzes macht Bonprix online, in einigen Ländern werden aber auch stationäre Geschäfte betrieben. Laut dem jüngst veröffentlichten E-Commerce-Marktbericht für Österreich schätzt das EHI Retail Institute den Österreich-Umsatz von Bonprix auf 31,5 Mio. Euro netto. Damit ist belegt das Unternehmen Rang 14 der umsatzstärksten Onlineshops des Landes. Unter den online tätigen Modehändlern belegt Bonprix hinter Zalando und H&M Rang 3.

Hier der Link zu einem Video-Tutorial.
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