Bilanz zum zweiten Mal verschoben: Wolford bl...
Bilanz zum zweiten Mal verschoben

Wolford bleibt in den roten Zahlen

Wolford
Wolford Store, Paris
Wolford Store, Paris

Der Vorarlberger Wäschekonzern Wolford hat das Geschäftsjahr 2021 offenbar operativ negativ abgeschlossen. Die Veröffentlichung des Jahresabschlusses musste schon zum zweiten Mal verschoben werden.

Seit Jahren befindet sich der Vorarlberger Wäschekonzern Wolford operativ in der Verlustzone. Seit Jahren folgen Sanierungsmaßnahmen auf Sanierungmaßnahmen. Und seit Jahren wurde die Rückkehr in die schwarzen Zahlen für 2021 angekündigt – das war allerdings noch vor Corona. Umso überraschender, dass man bis heute bei dieser Ankündigung blieb. Vielmehr bis vorigen Freitagnachmittag.

Denn da veröffentlichte Wolford eine Mitteilung, wonach nun doch ein negatives EBIT, also ein Verlust vor Zinsen und Steuern, erwartet werde. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) soll hingegen positiv sein. Und gleichzeitig wurde die Veröffentlichung des geprüften Jahresabschlusses und des geprüften Konzernabschlusses ein zweites Mal verschoben. Auch die ordentliche Hauptversammlung muss damit verlegt werden.

Wörtlich wurde berichtet: » Für das Geschäftsjahr 2021 wird ein positives EBITDA erwartet. Der bislang ausgegebene Ausblick eines positiven EBIT wird nicht aufrechterhalten.« Im ersten Halbjahr 2021 war das Unternehmen operativ (EBIT) mit 14,8 Mio. € in der Verlustzone, unter dem Strich stand ein Verlust von rund 13 Mio. €. Der Umsatz stieg dabei um 10 % auf 41,9 Mio. €.

Die Wolford AG wollte Jahres- und Konzernabschluss (zum 31. Dezember 2021) ursprünglich am 29. April veröffentlichen, dann wurde die Veröffentlichung auf den 25. Mai verschoben. Nun sollen die Daten bis spätestens 17. Juni publiziert werden. Ein neuer Termin für die ordentliche Hauptversammlung werde zeitnah bekanntgegeben.
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