Baumann Dekor schließt Produktion

Baumann Dekor schließt Produktion

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Baumann Stoffe
Baumann Stoffe

Der Waldviertler Stoffhersteller Baumann Dekor hat mit Ende Februar 40 seiner 56 Mitarbeiter gekündigt.

Auslöser für die Kündigungswelle bei Baumann ist laut Geschäftsführer Christoph Lysy der Wegfall eines Großauftrags aus Russland infolge des Konflikts mit der Ukraine und der daraus resultierenden Handelssanktionen: Aufgrund der geänderten wirtschaftlichen und unternehmerischen Rahmenbedingungen habe man sich daher zur Aufgabe der Produktion in Gmünd entschlossen.

»Das sehr preisintensive, hart umkämpfte und schrumpfende Marktumfeld macht es uns trotz aller Anstrengungen unmöglich, auf Dauer kostendeckend zu arbeiten«, so Lysy, der auch während der Kündigungsfrist weiter um neue Aufträge kämpfen will: »Wir sind in Verhandlungen wegen mehrerer größerer Projekte«, berichtet der Geschäftsführer.

Hoffnung durch schwarze Zahlen

Somit bestehe weiter Hoffnung auf eine Fortsetzung der Produktion und die Wiedereinstellung von Mitarbeitern. Zuletzt wurden laut Lysy schwarze Zahlen geschrieben, von einer Insolvenzgefahr könne keine Rede sein. Baumann war 2011 in die Insolvenz gerutscht und im Anschluss von einer Bietergemeinschaft übernommen worden, bei der auch der Waldviertler Möbelhersteller Wittmann mit an Bord war. In den 1990er-Jahren zählte Baumann noch 300 Beschäftigte, zur Insolvenz 2011 waren es noch 145. Nach der Übernahme war von einer dreijährigen Arbeitsplatzgarantie für zumindest 80 Mitarbeiter die Rede.
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