Alles hoffte auf's Weihnachtsgeschäft

Alles hoffte auf's Weihnachtsgeschäft

Michael Mazohl
Weihnachtsgeschäft
Weihnachtsgeschäft

Der Bekleidungshandel hoffte nach elf Monaten und einem kumulierten Minus von 0,2 % auf das Weihnachtsgeschäft 2015.

Erneuter Klimawandel im Modehandel: Nachdem im September und Oktober das Geschäft mit der Mode nach der Hitzewelle im August endlich ins Laufen kam, folgte im November gleich der nächste Dämpfer vor dem Weihnachtsgeschäft. Bei Temperaturen jenseits der 15 °C und fehlendem Schnee ließen sich nur wenige Kunden zum ausgiebigen Wintershopping verführen.

Die Zahlen

In Zahlen kamen im November 1,1 % weniger Menschen in die Geschäfte als im Vorjahr, wodurch man aktuell mit einem kumulierten Kundenschwund von 2,3 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bilanziert. Entsprechend lagen auch die Umsätze des stationären Modehandels nominell 1,5 % hinter dem ohnehin sehr schwachen November des Vorjahres (2014: minus 4,3 %). Inflationsbereinigt (real) fehlen der Modebranche 1,8 %. Damit rutscht der Bekleidungshandel nach den ersten elf Monaten wieder in ein kumuliertes Minus von 0,2 %. Real bleibt man mit einem hauchdünnen Plus von 0,1 % noch im grünen Bereich.

Damit bleibt das Rennen um den Konsum-Euro spannend bis zuletzt: Erst wenn das letzte Packerl unter'm Christbaum geöffnet und der letzte Gutschein eingelöst ist, wird man wissen, wie turbulent das Modejahr 2015 tatsächlich war und ob das Weihnachtsgeschäft noch für positive Stimmung sorgen kann. Zumindest im Westen des Landes war zum Jahresende Optimismus zu spüren:

»Derzeit heißt es shoppen, statt skifahren. Dank des ausbleibenden Schnees, sind Frequenz und Umsätze überaus zufriedenstellend«, hört man von Seiten des Modehandels.
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