Adler steckt tief in den roten Zahlen

Adler steckt tief in den roten Zahlen

Adler
Adler Modemarkt
Adler Modemarkt

Trotz schrumpfender Umsätze und rückläufiger Ergebnisse glaubt der Vorstand an eine Trendwende und investiert in Aktienkäufe.

Die Adler Modemärkte mussten im ersten Halbjahr des Geschäftsjahrs 2018 ein Umsatzminus von 4,3 % auf 243,1 Mio. Euro hinnehmen. Wurde in den ersten sechs Monaten des Vorjahres zumindest noch auf operativer Ebene (EBIT) ein positives Ergebnis in Höhe von 1,9 Mio. Euro erwirtschaftet, fiel dieses heuer mit – 8,3 Mio. Euro tiefrot aus. Als Konzernergebnis steht in der Zwischenbilanz gar ein Minus von 9,0 Mio. Euro (1. HJ 2017: -0,8 Mio. Euro).

Das Umsatzminus ist teilweise auf Geschäftsschließungen zurückzuführen. Doch auch auf vergleichbarer Fläche sank der Umsatz um 4,0 %. Im Vergleich zu einem Jahr davor sank die Zahl der Adler-Modemärkte um vier auf 180. In Österreich werden derzeit 22 Geschäfte betrieben. Neu hinzugekommen ist zuletzt eine Filiale im Grazer Einkaufszentrum Murpark.

Der Vorstand streicht im Zwischenbericht naturgemäß die positiven Entwicklungen hervor. So sei die Rohertragsmarge durch Optimierung der Einkaufsvolumina verbessert worden (von 52,9 auf 54,3 %). Auch sei das zweite Quartal deutlich besser gewesen als das erste. Für das gesamte Geschäftsjahr geht der Vorstand nach wie vor von Umsätzen auf Vorjahresniveau aus. Beim operativen Ergebnis wird sogar mit einer leichten Verbesserung gerechnet.

Vorstandsvorsitzender Freude kauft Aktienpaket

Um seine Zuversicht zu unterstreichen, hat Thomas Freude, Vorstandsvorsitzender der Adler Modemärkte AG, Ende Juli ein großes Aktienpaket des Unternehmens gekauft. Mit einem Investment von 764.000 Euro hält er nun fast 1 % der Aktien. »Mit meinem Engagement als Aktionär will ich natürlich auch ein Zeichen setzen; das Volumen geht weit über einen symbolischen Wert hinaus«, sagt Freude und zeigt sich »überzeugt, dass wir Adler schon bald zu alter Stärke zurückführen werden.«
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