Adler nur mit schwarzer Null

Adler nur mit schwarzer Null

Adler Modemärkte AG
Adler Store
Adler Store

Mit einem Umsatzrückgang von 3,8 % auf 544,6 Mio. € verlief das Jahr 2016 für die Adler Modemärkte AG nicht erfreulich.

Auf vergleichbarer Fläche (like-for-like) beläuft sich das Umsatzminus von Adler sogar auf 4,6 %. Das operative Ergebnis EBITDA sank um ein Drittel auf 23,3 Mio. €, der Jahresüberschuss brach von 7,9 Mio. € auf nur noch 400.000 € ein. In Österreich lief das Geschäft auch nicht besser.

Österreichischer Markt

Hierzulande sank der Umsatz um 2,5 % auf 71,2 Mio. €. Eine flächenbereinigte Zahl wird nicht mitgeteilt. Im April ging in Hard bei Bregenz eine neue Filiale ans Netz, womit die Zahl der Standorte wieder auf 22 anstieg. Zum Vergleich: 2012 zählte Adler noch 27 Modemärkte hierzulande. In Österreich (sowie Belgien und den Niederlanden) wird derzeit außerdem in insgesamt fünf Metro-Märkten ein Shop-in-Shop-Konzept getestet. »Noch ist es allerdings zu früh für eine fundierte Einschätzung, ob das Konzept langfristig tragfähig ist«, kommentiert der Vorstandsvorsitzende Lothar Schäfer.

Mit Abstand wichtigster Markt ist Deutschland, wo 156 der 183 Modemärkte betrieben werden. Der Online-Shop steht derzeit für 1,6 % des Umsatzes, dieser Anteil soll aber in den nächsten fünf Jahren auf mindestens 10 % gesteigert werden.

Prognose

Für heuer erwartet der Vorstand leicht rückläufige Umsätze, dafür aber wieder einen Aufwärtstrend beim Ergebnis: Das EBITDA soll wieder auf 27 bis 30 Mio. € wachsen. Außerdem hat man sich Investitionszurückhaltung auferlegt: Für heuer ist lediglich eine Filialeröffnung geplant.

Adler Modemärkte konzentriert sich auf Großflächenkonzepte über 1.400 m² Verkaufsfläche und bietet in erster Linie Eigenmarken, zu einem weit kleineren Teil auch ausgesuchte Fremdmarken an. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben der Marktführer im kaufkraftstarken Segment der Altersgruppe ab 45 Jahre – wobei das tatsächliche Durchschnittsalter der Kunden bei 60 Jahren liegt.
stats