Adidas will bis 2020 chemiefrei sein

Adidas will bis 2020 chemiefrei sein

Der Sportartikelhersteller Adidas gab nun bekannt, sein Chemikalienmanagement radikal geschärft zu haben.

Adidas reagierte auf die Detox-Kampagne der Umweltorganisation Greenpeace und veröffentlichte nun pünktlich zum Start der WM seine Pläne zur Entgiftung der Produktion. Bereits ab dem 15. Juni 2014 sollen in 90 % der Produkte von Adidas keine langkettigen PFCs eingesetzt werden. Ab spätestens 31. Dezember 2017 spricht das Unternehmen gar von 99 % der Artikel, bis 2020 soll jegliche Chemie verbannt sein.

So genannte PFCs sorgen dafür, dass Kleidung schmutz- und wasserabweisend wird, können jedoch das Immunsystem und die Fortpflanzungsorgane schädigen.

Kooperation mit Bluesign Technologies

Um die ehrgeizigen Ziele auch erreichen zu können, setzt Adidas auf die Kooperation mit Bluesign Technologies. Das Schweizer Unternehmen ist weltweit führender Anbieter von Bewertungsmethoden im Bereich positiver Chemikalien in der Textilindustrie. Das Bluesign-System prüft den Umgang mit sowie den Einsatz von Chemikalien in der Zulieferkette.

Durch die Partnerschaft von Adidas und Bluesign Technologies können alle Zulieferer der Adidas Group weltweit auf den sogenannten »Bluefinder« zugreifen. Der Bluefinder ist eine Datenbank mit Informationen zu nachhaltigen Textilchemikalien, die bei der Produktion eingesetzt werden können und das Endprodukt nachhaltig machen.

Zusätzlich überwacht die Adidas Group auch weiterhin das Chemikalienmanagement bei Herstellern. Greenpeace begrüßt die Schritte der Sportmarke und wartet nun darauf, dass Puma und Nike nachziehen.
Adidas HQ in Herzogenrauch
Adidas
Adidas HQ in Herzogenrauch
stats