2019: Stabile Umsätze im Modehandel

2019: Stabile Umsätze im Modehandel

ÖTZ

Auch 2019 kam der Modehandel nicht vom Fleck. Wie so oft schnitt die Branche deutlich schlechter ab als der Einzelhandel insgesamt.

Für den stationären Einzelhandel war 2019 kein schlechtes Jahr: 1,3 % nominell betrug das Wachstum im Branchenschnitt laut den Zahlen von KMU Forschung Austria und Wirtschaftskammer. Seit 2011 hat es nur ein Mal einen noch höheren Zuwachs gegeben: 2017 mit + 2,0 %. Berücksichtigt man jedoch die Inflation, bleibt vom vorjährigen Zuwachs gerade mal ein reales Plus im Absatzvolumen von 0,2 % übrig.

Noch bescheidener fällt die Bilanz für die modischen Branchen aus. Konnte sich der Sportartikelhandel sogar abermals leicht über dem Branchenschnitt behaupten (+ 1,6 % nominell bzw. + 0,7 % real), verbuchte der stationäre Bekleidungshandel ein Plus von 0,4 % (real: - 0,1 %). Der Schuh- und Lederwarenhandel bildet unter allen Handelszweigen mit - 1,4 % (real: - 2,6 %) sogar das Schlusslicht. Am besten lief es 2019 übrigens – wie auch schon 2018 – für die Bau- und Heimwerkermärkte (+ 2,8 % nominell bzw. + 0,3 % real) sowie für die Drogerie- und Kosmetikbranche (+ 2,7 %/+ 0,7 %). Nicht inkludiert in all diesen Zahlen ist der E-Commerce.

Der Modehandel ist bescheiden geworden: Auch über ein so kleines Plus wie 2019 muss man angesichts der jüngsten Entwicklung vergleichsweise zufrieden sein: 2018 schrumpfte die Branche um 1,1 %, und seit 2011 war 2019 überhaupt erst das zweite Jahr mit einer Umsatzsteigerung (nach 2017 mit + 1,4 %).

Nur der Jahresstart war gut

Im Zeitverlauf konnte sich der Modehandel nach dem ersten Quartal noch über ein schönes Plus von 1,9 % freuen (freilich auf einer schlechten Vorlage aus 2018), doch nach vier Monaten mit rückläufigen Umsätzen in Folge stand im Halbjahr ein kleines Minus in der Zwischenbilanz. Immerhin konnte dieses trotz der heißen Sommermonate mit einem guten dritten Quartal wieder aufgeholt werden. Doch die letzten Monate des Jahres und insbesondere das Weihnachtsgeschäft meinten es nicht gut mit dem stationären Bekleidungshandel, und so wurde es zum Jahresende gerade noch eine Punktlandung. Ein Blick auf die Grafik zeigt auch: 2019 (rot) war im Gegensatz zu 2018 (grau) kein Jahr der großen Ausreißer, weder nach oben noch nach unten. Sieben Monate gingen mit kleinen Umsatzrückgängen zu Ende, fünf Mal gab es ein kleines Plus.

Der Schuh- und Lederwarenhandel konnte nach einem erfolgreichen Jahresbeginn (Branchensieger im ersten Quartal!) nur noch im Juni und Juli Umsatzsteigerungen erzielen. Seit August lagen die Umsätze durchgängig unter dem Niveau des Vorjahres, wobei das Minus – nicht zuletzt in Folge der zu warmen Witterung – im Dezember am stärksten ausfiel.

Die vollständige Analyse finden Sie in der kommenden Ausgabe der Textilzeitung!

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