Trotz besserer Zahlen: Bogner baut 150 Stelle...
Trotz besserer Zahlen

Bogner baut 150 Stellen ab

Bogner

Die Lifestyle-Marke Bogner kommt bei ihrer Sanierung voran und steigerte im Geschäftsjahr 2019/20 Umsatz und Gewinn. Trotzdem fallen zahlreiche Stellen in Verwaltung und Logistik weg.

Die Willy Bogner GmbH & Co. KGaA hat im Geschäftsjahr 2019/2020 (per 31. März) den Wachstumskurs der vergangenen Jahre fortgesetzt. Der Umsatz stieg trotz beginnender Corona-Effekte um 2,8 % auf 163 Mio. €. Der Gewinn vor Steuern (EBT) lag bei 2,6 Mio. €, nach 0,3 Mio. € im letzten vergleichbaren Geschäftsjahr 2017/18. Die Eigenkapitalquote lag zum Ende des Geschäftsjahres 2019/20 bei 53 %.
»Das Geschäftsjahr 2019/2020 zeigt: Unsere Strategie geht auf und wir gewinnen an Fahrt. Wir wachsen auf allen Kanälen und in allen Regionen«, sagt Heinz Hackl, Co-CEO von Bogner. Man sei wirtschaftlich stabil in die Corona-Krise gegangen, habe schnell und flexibel auf den Lockdown reagiert und konsequent gegengesteuert, ergänzt Gerrit Schneider, ebenfalls Co-CEO der Marke.

Performance-Programm mit Stellenabbau

Bereits vor Ausbruch der Corona-Pandemie hatte Bogner gemeinsam mit der Unternehmensberatung EY ein Performance-Programm entwickelt, um Komplexität zu reduzieren und das Unternehmen dauerhaft schneller, flexibler und ertragsstärker zu machen. »Wir haben schon vor der Corona-Krise die Stellschrauben identifiziert, um das Unternehmen strukturell besser aufzustellen und den Erfolgskurs der letzten Jahre zu verstetigen. Die Pandemie ist nicht der Auslöser für das Performance-Programm, sie hat aber dessen Dringlichkeit noch einmal erhöht«, so Heinz Hackl.
Das Programm sieht einen schrittweisen Stellenabbau vor. Über einen Zeitraum von zwei Jahren sollen insgesamt rund 150 Arbeitsplätze wegfallen. Hiervon werden insbesondere die Verwaltung in München und die firmeneigene Logistik in Heimstetten betroffen sein. Die Logistik soll innerhalb der nächsten zwei Jahre an einen Dienstleister ausgelagert werden.
Das Wachstum solle künftig vor allem aus der starken Marke und attraktiven Kollektionen kommen. »Wir werden unsere Marken weiterentwickeln und noch zielgerichteter im Luxusmarkt positionieren. Dieser wächst insbesondere in Asien und den USA dynamisch«, erklärt Hackl. »Wir werden auf unseren Fortschritten im globalen Online-Geschäft aufbauen und weitere starke Handelspartner gewinnen.«

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