Strumpfmarkt: Kunert mit schwarzen Zahlen und...
Strumpfmarkt

Kunert mit schwarzen Zahlen und neuer Führung

Kunert
Der neue Vertriebs- und Marketingleiter Dominik Stracke mit CEO Martin Roy
Der neue Vertriebs- und Marketingleiter Dominik Stracke mit CEO Martin Roy

Die Kunert Fashion GmbH, die seit Jahresbeginn vom Österreicher Martin Roy geleitet wird, hat die Belastungsprobe Corona gut überstanden. Als neuer Vertriebschef wurde ein Branchenprofi gewonnen.

Der Legwear-Spezialist Kunert, zu dem auch die Marke Hudson gehört, hat in der Corona-Krise seine Bewährungsprobe bestanden. »Im Jahr 2021 hat das Unternehmen schwarze Zahlen geschrieben – trotz schwierigster Bedingungen für die gesamte Branche«, teilt das Unternehmen mit. Der vor zwei Jahren eingeschlagene Weg von einer Produktionsgesellschaft hin zu einer modernen Vertriebs- und Marketinggesellschaft habe sich bewährt. »Nun ist es Zeit, einen Schritt weiterzugehen. Wir wollen im 115. Jahr unseres Bestehens unser Potenzial voll zur Entfaltung zu bringen. Unser Kurs ist auf Wachstum ausgerichtet«, so der neue CEO Martin Roy.

Zwei neue an der Spitze

Roy, ein gebürtiger Vorarlberger, hat mit Jahreswechsel die alleinige Geschäftsführung von Werner Töpfl übernommen. Letzterer, ebenfalls Österreicher, war erst Mitte 2020 in die Kunert-Geschäftsführung aufgerückt und hatte seit März 2021 die alleinige Geschäftsführung inne. Kunert gehört seit 2013 zum Reich des österreichischen Investors Erhard F. Grossnigg. Zu den Hintergründen des Wechsels an der Spitze werden keine Angaben gemacht.

Martin Roy, 52, studierte Betriebswirtschaftslehre in Wien und New York und war zwanzig Jahre lang für die britische Reed Exhibitions in unterschiedlichen Geschäftsführungspositionen in Österreich, Russland und England tätig. Zuletzt war er als Unternehmensberater aktiv.

Der zweite neue Mann im Führungsteam, Dominik Stracke, gilt als absoluter Branchenprofi. Der 39-jährige hat langjährige Erfahrung im Bereich Marketing und Vertrieb in einschlägigen Unternehmen. Mehr als zehn Jahre war er bei Falke, zuletzt als Verkaufsleiter, wo er die strategische Steuerung der Key Account Kunden verantwortete. Zuvor war er u. a. Head of Sales Bodywear Germany bei Esprit und Vertriebsleiter von Calida für den DACH-Raum.

Investitionen in Kundennähe, Positionierung und Nachhaltigkeit

Gemeinsam wolle man nun näher an die Kunden und die Konsumentinnen und Konsumenten heranzurücken, teilt Kunert mit. Ein Fokuspunkt ist dabei der Handel und das Waren- und Flächenmanagement. Dominik Stracke: »Wir wollen nicht mehr nur reiner Lieferant sein, sondern in einer Partnerschaft auf Augenhöhe und in einem intensiven Austausch die Zusammenarbeit mit unseren Handelspartnern verstärken, um das Waren- und Flächenmanagement gemeinsam und wachstumsorientiert weiterzuentwickeln. Wir wollen zusammen mit unseren Partnern das beste Ergebnis auf der Fläche erzielen.«

Ergänzend will man an der klaren Positionierung der beiden Marken Kunert und Hudson arbeiten, die Digitalisierung vorantreiben und verstärkt auf Nachhaltigkeit setzen. Roy: »Mit Kunert Blue haben wir bereits 2017 Strumpfhosen auf den Markt gebracht, die zu 100 % aus regenerierten Abfällen wie Fischernetzen und anderen Nylon-Wertstoffen bestehen. Dieser Vorreiterrolle werden wir weiter gerecht werden. Hier wird man noch einiges von uns hören.«
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