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Wolford macht weniger Gewinn bei mehr Umsatz

Beim heimischen Strumpf- und Wäschespezialisten Wolford stieg zwar der Umsatz zuletzt stark an, der Gewinn ist jedoch eingebrochen.

Gerade präsentierte das österreichische Unternehmen Wolford seinen Bericht zum dritten Quartal (November 2015 bis Jänner 2016) des laufenden Geschäftsjahres: Demnach darf man sich in den ersten neun Monaten zwar über einen Umsatzanstieg auf 128,71 Mio. Euro freuen, was gegenüber dem Vorjahreszeitraum mit 121,13 Mio. € einer Steigerung um 6,3 % entspricht. Allerdings ist diese Entwicklung vor allem der Aufwertung des US-Dollars und des britischen Pfunds geschuldet, denn bereinigt liegt die Steigerung nur bei 1,1 %. Vor allem das eigene Retail-Geschäft sowie das eigene Online-Geschäft haben zum Umsatzwachstum beigetragen, der eigene Retail-Umsatz wuchs um 5 % (flächenbereinigt 4 %), der eigene E-Commerce gar um 66 %. Das Wholesale-Geschäft blieb kumuliert gesehen auf Vorjahresniveau, im dritten Quartal musste man jedoch Rückgänge verzeichnen, die man auf ein geändertes Auslieferungstiming und auf die Verschiebung der Auslieferungstermine ins erste Halbjahr zurückführt.

Trotz der positiven Umsatzentwicklung brach der Gewinn ein. Das EBIT betrug in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2,16 Mio. Euro nach 7,08 Mio. Euro im Vorjahr. Allerdings profitierte das EBIT im Vergleichszeitraum des Vorjahres vom Mietrechts- und Grundstücksverkäufen. Korrigiert um all diese Sondereffekte lag das EBIT laut Wolford in den ersten drei Quartalen um 1,02 Mio. Euro über dem Vorjahreswert.  

Entwicklung der Wolford-Märkte  

In Italien und Spanien durfte sich Wolford über zweistellige Zuwachsraten freuen. Auch in Skandinavien, den Niederlanden und Belgien stiegen die Umsätze gegenüber dem Vergleichsperiode im letzten Jahr. In den USA, Großbritannien und der Schweiz wurde die Umsatzentwicklung von Währungseffekten begünstigt. Frankreich entwickelte sich in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres gut, im dritten Quartal waren die Umsätze, wohl aufgrund der tragischen Terroranschläge, rückläufig. Auch in Österreich und Deutschland musste man sinkende Umsätze hinnehmen, die schwächer werdende Konjunktur in Asien und Russland beeinflusste hier die Umsatzentwicklung negativ. Sollte im letzten Quartal keine Erholung der Kernmärkte festzustellen sein, wäre die Erreichung eines positiven operativen Ergebnisses »herausfordernd«, wie die Geschäftsführung in ihrem Quartalsbericht schreibt.

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