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Wolford: Hoher Verlust im ersten Halbjahr

Der Vorarlberger Strumpfspezialist Wolford meldet nach den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen Nettoverlust von -8,45 Mio. EUR.

Im Vorjahreszeitraum hatte der Verlust im Hause Wolford noch -0,28 Millionen EUR betragen. Aber das ist noch nicht alles: Auch einen Umsatzrückgang müssen die Vorarlberger hinnehmen. Dieser betrug -15 % (67,7 Mio. EUR). Wolford sieht die Gründe für die schlechten Zahlen in einer schwachen Kundenfrequenz und in verschobenen Warenauslieferungsterminen. Für die Herbst-/Winterkollektion würden dadurch im Wholesale 3,2 Mio. EUR aus der Vororder fehlen, wie es heißt. Der Umsatz aus dem Wholesale ging um 20 Prozent zurück, der Retail-Umsatz um 12 %.

Der Wholesale-Umsatzrückgang gliederte sich wie folgt: USA (-14 %), Großbritannien (-28 %), Schweiz (-16 %), Skandinavien (-20 %), Niederlande (-12 %), Belgien (-16 %), Frankreich (-13 %) und Italien (-11 %) verzeichneten zweistellige Umsatzverluste. In den Märkten Österreich (-7 %), Deutschland (-9 %) und Spanien (-4 %) waren die Umsätze einstellig rückläufig. Vom Umsatzrückgang des ersten Halbjahres waren sämtliche Produktgruppen von Wolford betroffen: Legwear (-16 %), Ready-to-wear (-11 %), Lingerie (-14 %) sowie Accessoires (-36 %), im Bereich Handelsware lag das Minus bei 8 %.

Erfreulicher November 

Im November habe Wolford den negativen Umsatztrend jedoch brechen können: Im eigenen Einzelhandel verzeichnete man auf flächenbereinigter Basis wieder ein leichtes Plus. Deutlicher positive Zahlen erwartet man sich für das Wholesale-Geschäft des dritten Quartals: Hier wird man einen Teil der fehlenden Umsätze aus dem ersten Halbjahr nachträglich erzielen können, so Wolford.

Prognose

Für das zweite Halbjahr erwarten sich die Vorarlberger positive Kosteneffekte aus dem laufenden Maßnahmenprogramm zur nachhaltigen Umsatz- und Profitabilitätssteigerung. Im ersten Halbjahr hätte ein Großteil der Restrukturierungsmaßnahmen zu Buche geschlagen, so Wolford. Die gesetzten Ziele seien angesichts der Umsatzentwicklung jedoch eine große Herausforderung. Die Umsätze aus dem dritten Quartal sind nun allem Anschein nach das Zünglein an der Waage.

Von: Christiane Marie Jördens

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