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Wolford halbiert Verlust

Fortschritte auf seinem Sanierungskurs meldet der Vorarlberger Wäschekonzern Wolford. Aufgrund deutlich niedrigerer Kosten wurde der Verlust halbiert.

Laut dem soeben veröffentlichten Zwischenbericht, gelang es Wolford in den ersten drei Quartalen des aktuellen Geschäftsjahrs (Mai 2017 bis Jänner 2018), den Verlust fast zu halbieren. Die Umsätze stiegen zwar nur marginal um 0,2 % auf 119,36 Mio. Euro (in lokalen Währungen: +1,8 %). Doch im Zuge des Restrukturierungsprozesses wurden die Kosten nachhaltig reduziert, so dass sich das operative Ergebnis (EBIT) von -4,14 Mio. im Vorjahr auf nunmehr -1,36 Mio. Euro verbesserte. Das Ergebnis nach Steuern betrug -2,57 Mio. Euro, nach -5,08 Mio. Euro im Vorjahr. Alleine bei den Personalkosten wurden mehr als 5 Mio. Euro (oder fast 10 %) eingespart. Fortschritte meldet Wolford auch im eigenen Retail-Geschäft: In den ersten neun Monaten stiegen die Umsatzerlöse dort um 1,7 %, flächenbereinigt sogar um 3,7 %. Im Wholesale-Geschäft hingegen gingen die Erlöse um 4,4 % zurück (währungsbereinigt -2,7 %). Im eigenen Online-Geschäft stieg der Umsatz sogar um 20,6 %, der Umsatzanteil liegt jedoch immer noch klar unter 10 %. Der Warenbestand sank um 20 % auf 40,73 Mio. €.

»In den vergangenen Monaten lag unser Fokus eindeutig darauf, Wolford aus eigener Kraft und auf Basis des aktuellen Umsatzniveaus wieder profitabel zu machen«, erläutert CEO Axel Dreher. »Die wesentlichen Maßnahmen des Restrukturierungsprogramms konnten wir inzwischen abschließen. Jetzt fokussieren wir uns auf den Ausbau des zukunftsträchtigen Online-Geschäfts und die Neugestaltung unseres Marktauftritts.« Wolford-Finanzvorstand Brigitte Kurz ergänzt: »Wirklich sichtbar werden die Ergebnisse der Restrukturierungsmaßnahmen naturgemäß erst im kommenden Geschäftsjahr, wenn die nachhaltigen Einsparungen bei den Personalkosten voll zu Buche schlagen und ein Gutteil der Beratungskosten sowie die Aufwendungen im Zusammenhang mit der Refinanzierung wegfallen werden.« Für das kommende Geschäftsjahr wird deshalb auch wieder zumindest ein positives operatives Ergebnis (EBIT) erwartet.

Von: Manuel Friedl