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Umsatzplus und negatives EBIT für Wolford

Der Vorarlberger Strumpfspezialist Wolford verzeichnete im ersten Quartal Umsatzzuwächse, musste allerdings ein negatives operatives Ergebnis hinnehmen.

Aufgrund positiver Währungseffekte konnte Wolford seine Umsatzzahlen im Vergleich zum Vorjahr um 6,5 % auf 34,0 Millionen Euro steigern, in den USA und in Großbritannien kletterten die Umsätze auch währungsbereinigt nach oben. Die Ergebnisentwicklung sieht bei Wolford indes weniger erfreulich aus: Aufgrund von Sondereffekten beträgt das operative Ergebnis EBIT -3,0 Millionen Euro (Vorjahr: +3,1 Millionen Euro). Das Ergebnis nach Steuern beträgt nach dem ersten Quartal -2,6 Millionen Euro (Vorjahr: +1,5 Millionen Euro). Bereinigt um sämtliche Sondereffekte erreichte das operative Ergebnis einen Wert, der knapp über dem des Vorjahres liegt.

»Der Quartalsvergleich vermittelt ein verzerrtes Bild unserer operativen Entwicklung, da wir im vergangenen Jahr über sieben Millionen Euro an Einmalerträgen erzielt hatten. Zudem sind die Monate Mai bis Juli stets die umsatzschwächsten Monate von Wolford, die Ergebnisse liegen daher auch im Rahmen unserer Erwartungen«, so Axel Dreher, COO und amtierender Finanzvorstand von Wolford.

Plus im Retail und E-Commerce

Zuwächse im Umsatz, sowohl flächenbereinigt als auch absolut, gab es im Bereich Retail (+8 %), der Wholesale hingegen verzeichnete aufgrund von Problemen mit Handelspartnern sowie einer Neuplanung der Auslieferungstermine für H/W 2015/16 ein leichtes Minus von 2 %. Deutlich gestiegen ist im ersten Quartal das Online-Geschäft (+58 %).

Regionale Umsatzentwicklung

Besonders gut lief das Geschäft für Wolford in den USA und Großbritannien, wo es zweistellige Zuwächse gab. Ebenfalls erfreuliche Umsatzzahlen lieferten Spanien, Italien, die Niederlande und Belgien. Einstellige Umsatzrückgänge verzeichnete Wolford jedoch in seinen wichtigsten Märkten: Deutschland, Frankreich und Österreich. Vor allem die Hitzewelle in Europa ließ die Kundenfrequenz und damit auch di Umsätze sinken.

Positive Aussichten

Wie Wolford selbst verkünden lässt, ist das wie gewohnt schwache erste Quartal kein Vorzeichen für das laufende Geschäftsjahr:

»Die Hauptsaison liegt noch vor uns. Wir machen gute Fortschritte bei der strategischen Neuorientierung und haben die notwendigen Weichen für höhere Umsätze und steigende Ergebnisse in den entscheidenden Herbst- und Wintermonaten gestellt«, gibt sich Ashish Sensarma, CEO von Wolford, zuversichtlich.

Von: Christiane Marie Jördens