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Getzner Textil: »Label Made in Green« setzt neue Standards

Indem Getzner Textil seine Produktionskette transparent macht und seine Modestoffe mit dem Produktlabel »Made in Green by OEKO-TEX®« auszeichnet, setzt es in der Textilindustrie neue Standards im Umwelt- bzw. Ressourcenschutz.

Die Forderungen nach umweltschonender Erzeugung, insbesondere im Textilsegment, sind vor allem in Europa laut. Diesen möchte Getzner Textil mit dem Produktlabel »Made in Green« nachkommen. »Bis hin zum fertigen Produkt machen wir alles hausintern. Dadurch haben wir auch mehr Möglichkeiten in der Hand, den Produktionsprozess zu beeinflussen«, begründet Gerhard Leitner, Geschäftsleiter der Business Unit Shirting von Getzner Textil. Mit »Made in Green« macht Getzner die Nachhaltigkeitsbestrebungen erstmals auch über die Produkte, nicht nur bei der Erzeugung sichtbar. In der Praxis bedeutet das beispielsweise: Für die gesamte in Europa erzeugte Produktpalette im Bereich Shirting kommt ausschließlich qualitativ hochwertige Extra-Langstapelbaumwolle – vorwiegend PIMA und SUPIMA – zum Einsatz. Das Leinen bezieht Getzner aus Frankreich und setzt auch hier auf Qualität sowie auf kurze Wege.

Transparenter Produktionsprozess

»Umweltfreundlich, sicher und sozial verantwortlich« zu arbeiten, bedeutet auch Herstellungsprozesse nachhaltig zu optimieren. Ein aktueller Beweis dafür kommt aus dem Bereich der Rohstoffverarbeitung des Textilveredlers. Sie folgt den strengsten Ansprüchen des Umweltschutzes: »Durch das Produktlabel können sich Modeanbieter, Designer und Corporate-Fashion-Hersteller bei der Auswahl ihrer Lieferanten leichter ein Bild machen. 'Made in Green' sorgt für Transparenz auf der gesamten Lieferkette«, ist Gerhard Leitner überzeugt.

Im gesamten Produktionsprozess von Textilien wird viel Energie und Wasser verbraucht sowie Chemie verwendet. Um hier nachhaltiger arbeiten zu können, verband Getzner die Produktion der Textilien mit einem Fernwärmenetz für die gesamte Region. So konnte Getzner beispielsweise durch gezielte Maßnahmen den spezifischen Wärmebedarf in der Produktion in Bludenz seit 2009 um ein Viertel reduzieren. Die gesamte durch das Fernwärmenetz erzielte CO2-Einsparung liegt laut Unternehmensangaben jährlich bei rund 1.000 Tonnen. Dafür wurde Getzner im November 2018 erneut prämiert.

Von: Márcia Neves