Biba beantragt Schutzschirmverfahren

Biba beantragt Schutzschirmverfahren

Biba GmbH
Biba-Filiale
Biba-Filiale

Der Gelsenkirchener DOB-Spezialist Biba will sich im Schutzschirmverfahren vorsorglich selbst sanieren.

Dem gestellten Antrag hat das Amtsgericht Essen nun entsprochen und die Eigenverwaltung durch die Biba GmbH entsprochen. So soll das Unternehmen innerhalb der kommenden drei Monate unter einem gesetzlichen Schutzschirm einen Sanierungsplan erstellen. Dem Plan müssen im Anschluss die Gläubiger sowie das Amtsgericht zustimmen. Durch den Sanierungsplan soll Biba wieder profitabel werden. Die etwa 490 Mitarbeiter wurden laut dem Unternehmen über die aktuellen Entwicklungen aufgeklärt. Ihre Löhne und Gehälter seien in den ersten drei Monaten des Verfahrens durch die Agentur für Arbeit gesichert, wie es heißt.

»Konsumenten, die für Mode immer weniger Geld ausgeben, und der boomende Onlinehandel, der inzwischen 16 Prozent des Branchenumsatzes ausmacht, sind nur zwei Gründe für weiter sinkende Einnahmen im stationären Handel. Dieses geänderte Konsumverhalten ist auch an BiBA nicht spurlos vorbeigegangen. Deshalb haben wir uns vorsorglich entschieden, das Unternehmen durch ein Schutzschirmverfahren umfassend und selbstbestimmt zu sanieren«, so Biba-Geschäftsführer Dirk Freier in einer aktuellen Aussendung.

Dreier bestätigte weiters, dass die eigenen Stores während des Verfahrens geöffnet bleiben und auch im Online-Shop könne man, wie bisher, bestellen. Die Lieferung der aktuellen Kollektion an die Stores und den Einzelhandel sowie aus dem Web-Shop sei von dem Verfahren unberührt. Das Unternehmen sei vollständig handlungsfähig.

Das Österreich-Geschäft von Biba ist laut eigenen Angaben von den aktuellen Entwicklungen nicht betroffen: »Das Verfahren hat auf die österreichischen Aktivitäten des Unternehmens keinen Einfluss. Weder hat die Betriebsstätte in Österreich einen Antrag gestellt, noch ist sie von dem Verfahren betroffen«, so Biba-Geschäftsführer Dirk Dreier.

Restrukturierungskonzept

Das Restrukturierungskonzept, auf das das Unternehmen Biba nun setzen will, umfasst im Wesentlichen drei Punkte: Zum Einen soll der Umsatz in den selbst geführten Verkaufsflächen erhöht werden. Hierfür will man die Kollektionen nach den Wünschen der Kunden neu ausrichten und die Qualitätsstandards verbessern. Zudem sollen unrentable Standorte geschlossen werden. Der zweite Eckpunkt der Restrukturierung von Biba besteht in der Senkung der Personalkosten. Zum Dritten will man den Bereich E-Commerce ausbauen.

Geschäftsführer Dreier bekommt während des Sanierungsverfahrens Unterstützung von Jasper Stahlschmidt. Der neue Sanierungsgeschäftsführer kommt vom Düsseldorfer Beratungsunternehmen Buchalik Brömmekamp.
stats