Vergrößerung im Europark geplant: Zara schlie...
Vergrößerung im Europark geplant

Zara schließt Salzburger City-Store

Inditex

Schon seit einigen Jahren krempelt die Inditex-Gruppe ihr Ladennetz um. Weniger, dafür größere Stores lautet die Devise. Nun wird dieses Strategie auch in Salzburg umgesetzt.

Wie Inditex gegenüber der Textilzeitung bestätigt, wird der Zara-Store in der Salzburger Getreidegasse mit Jahresende 2022 geschlossen. Im Gegenzug wird der Standort im Shopping Center Europark vergrößert. »Mit dem Ziel, das Kundenerlebnis zu verbessern, rüstet Zara sein Ladennetz ständig auf und investiert in größere, qualitativ hochwertigere und technologisch fortschrittliche Geschäfte, die mit dem Online-Geschäft integriert sind. So auch bei Zara in Salzburg, wo wir unseren Store im Europark vergrößern und mit hocheffizienter Technik ein einzigartiges Einkaufserlebnis gewährleisten«, kündigt das Unternehmen gegenüber der Textilzeitung an.

Salzburger City geschwächt

Für die Salzburger Innenstadt sind das weniger gute Nachrichten. Der Einzelhandel in der Stadt erholt sich erst langsam von den Auswirkungen der Pandemie und der damit einhergehenden Reisezurückhaltung. Mit 1.400 Quadratmetern belegt Zara eines der größten Ladenlokale der Innenstadt. In einer ähnlichen Größenordnung bewegen sich nur Hämmerle am Rathausplatz und H&M ebenfalls in der Getreidegasse. Mit der Nachvermietung des viergeschoßigen Lokals ist die ÖRAG beauftragt. Laut »Salzburger Nachrichten« soll es bereits Interessenten geben.

In einem ähnlichen Schritt hatte Zara Ende 2020 seinen Store in der Grazer Innenstadt geschlossen. Seither ist die zugkräftige Marke im Raum Graz nur noch in der ShoppingCity Seiersberg vertreten. Im Raum Linz gibt es ebenfalls nur einen einzigen Zara-Store, und zwar in der PlusCity in Pasching. In Innsbruck ist die Marke nur im dezentralen Shoppingcenter dez vertreten.

Schließungen sind Folge des Online-Wachstums

Im Rahmen seines Programms zur Store-Optimierung hat Inditex alleine im Vorjahr weltweit rund 5 % seiner Stores geschlossen. Da vor allem kleinere Geschäfte vom Netz genommen werden und im Gegenzug größere Flächen hinzukommen bzw. bestehende Flagship-Standorte ausgebaut werden, betrug das Minus bei der Verkaufsfläche nur 2 %. Zum letzten Bilanzstichtag (31. Jänner 2022) gab es weltweit 6.477 Stores der unterschiedlichen Konzepte – um 13 % weniger als noch 2019. In Österreich wurde die Filialzahl in diesem Zeitraum von 32 auf 26 reduziert.

In den Geschäftszahlen macht das enorme E-Commerce-Wachstum die Reduktion der Filialzahl mehr als wett: Im Vorjahr steigerten sich die Online-Umsätze der Gruppe abermals um 14 %. Diese stehen nun bereits für mehr als ein Viertel (25,5 %) des Gesamtumsatzes. Bis 2024 wird ein Anstieg auf mehr als 30 % erwartet.

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