Textildiscount: Doppelte Premiere für Pepco
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Doppelte Premiere für Pepco

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Die erste Filiale im Center 21 in Wien. Im Bild: Gergely Potyi, Betriebsmanager von Pepco Austria (2. von rechts), und Anca Radu, Retail Director (3. von rechts).
Die erste Filiale im Center 21 in Wien. Im Bild: Gergely Potyi, Betriebsmanager von Pepco Austria (2. von rechts), und Anca Radu, Retail Director (3. von rechts).

Die polnische Diskontkette hat am Donnerstag ihre ersten beiden Filialen hierzulande eröffnet, weitere Eröffnungen folgen schon in den nächsten Tagen. Bis Jahresende sollen mehr als zwanzig Standorte laufen.

Die rasch wachsende Diskontkette Pepco hat am 23. September im Center 21 in Wien sowie im Cine Nova in Wiener Neustadt ihre ersten Geschäfte in Österreich eröffnet. Weitere Eröffnungen sind u. a. für 30. September in Waidhofen/Thaya (Thayapark) und für 1. Oktober im Wiener Citygate angekündigt. Das Unternehmen wirbt mit einem »breiten Sortiment an Produkten mit guter Qualität zum besten Preis«, Zielgruppe sind v. a. preisbewusste Familien. Der Schwerpunkt des Angebots liegt auf Bekleidung, Modeaccessoires und Schuhen, daneben wird auch ein breites Sortiment an Kosmetika, Spielzeug, Haushaltswaren und Heimdeko-Artikel angeboten. Damit konkurriert der Neuling mit etablierten Anbietern wie NKD, Ernsting’s Family, Action und Kik.


Im Eröffnungsprospekt sind die ersten drei Seiten der Kindermode gewidmet. Jeans oder Kapuzenjacken für Kleinkinder kosten 5, T-Shirts 2 Euro. Eine Damenhose wird für 10, eine Strickjacke für 5 Euro angeboten.

Große Nummer in Osteuropa

Österreich ist das fünfzehnte europäische Land, in dem Pepco vertreten sein wird. Vor allem in Osteuropa ist das 2004 gegründete Unternehmen eine große Nummer. In Summe werden aktuell über 2.450 Filialen betrieben (davon 1.100 in Polen), zudem betreibt das Unternehmen die Diskont-Warenkette Poundland in Großbritannien und Irland und die Marke Dealz in Spanien und Portugal. Ziel ist es, »der führende Gemischtwaren-Discounter in Europa zu werden«, erklärt Konzern-CEO Andy Bond. Für das Jahr 2022 wurde der Markteintritt nach Deutschland angekündigt.

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Österreich-Pläne

In Österreich plant Pepco bis Jahresende mehr als 20 weitere Filialeröffnungen. Fixiert sind u. a. Shops in den Wiener Einkaufszentren Auhof Center, SCS, Gewerbepark Stadlau und Zentrum Simmering sowie im Fischapkark Wiener Neustadt, im Traisenpark St. Pölten und im Kaufpark Gralla. Auch In Graz, Oberwart und Gmunden werden weitere Eröffnungen angekündigt. Die meisten Mietverträge wurden von der Schuhhandelskette CCC übernommen, die sich aus Österreich zurückzieht. Der Schwerpunkt des Filialnetzes wird auf Fachmarktzentren liegen, die Lokale sind im Schnitt 450 bis 600 m2 groß.

Pepco ist ein Tochterunternehmen der in Südafrika ansässigen Steinhoff-Gruppe, die im Jahr 2017 durch einen großen Bilanzskandal für unrühmliche Schlagzeilen sorgte. In Österreich wurde Steinhoff 2013 als Käufer der Kika-Leiner-Gruppe bekannt, diese wurde infolge der Turbulenzen 2018 an die Signa Holding von René Benko weiterverkauft. Seit Mai 2021 notiert Pepco auch an der Warschauer Börse, die Steinhoff Holding ist mit 76 % der Anteile jedoch weiterhin klarer Mehrheitseigentümer.

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