Quartalszahlen: H&M schlägt sich besser als e...
Quartalszahlen

H&M schlägt sich besser als erwartet

H&M/David Thunander
H&M-Store in Stockholm
H&M-Store in Stockholm

H&M hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres trotz weiterhin deutlich geringerer Umsätze wieder einen ordentlichen Gewinn erzielt. Probleme machen Lieferverzögerungen.

Die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2020/21 – das bedeutete für H&M einen von Corona bestimmten Dezember und Lockdowns bis weit ins Frühjahr hinein. Zum Höhepunkt waren 1.800 der konzernweit 4.856 Stores geschlossen, mit Ende August waren immer noch 100 Geschäfte geschlossen. Trotzdem lagen die Umsätze in der Periode Dezember 2020 bis August 2021 um 6 % über dem Vorjahreszeitraum. Gegenüber dem Vorkrisenjahr 2019 ist freilich immer noch ein Rückstand von 17 % aufzuholen.


Noch deutlich stärker verbessert als die Verkaufserlöse hat sich aber das Ergebnis. So konnte bei einem Umsatz von umgerechnet 13,95 Mrd. € ein operatives Ergebnis von 883 Mio. € erzielt werden. Im Vorjahreszeitraum war noch ein Verlust von 78 Mio. € in der Zwischenbilanz nach neun Monaten gestanden. Und auch von den Werten vom Vorkrisenjahr 2019 (1,175 Mrd. €) ist man nicht mehr ganz so weit entfernt. Ähnlich sieht es beim Gewinn nach Steuern aus (2021: 627 Mio. €, 2020: - 122 Mio €, 2019: 906 Mio. €). Analysten hatten im Vorfeld einen weniger schnellen Gewinnanstieg prophezeit. Als Gründe für die verbesserten Margen macht CEO Helena Helmersson »mehr Vollpreis-Verkäufe, geringere Abschriften und eine gute Kostenkontrolle« aus.

Lieferverzögerungen

Die Herbstsaison sei im September gut angelaufen, die Umsätze würden leicht über jenen des Vorjahresmonats liegen, »obwohl die Nachfrage aufgrund der Unterbrechungen und Verzögerungen in der Produktversorgung nicht ganz gedeckt werden konnte«, teilt H&M außerdem mit. So lag auch der Warenbestand per Ende August um 12 % unter dem Vorjahresniveau sowie ebenfalls um 12 % unter dem Stand von 2019.

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