Neueröffnung: Schneidermeisterei in Dornbirn
Neueröffnung

Schneidermeisterei in Dornbirn

Udo Mittelberger

Die ehemalige Sagmeister-Filiale in Dornbirn wurde im Herbst als Schneidermeisterei neu eröffnet – mit einem Mix hochwertiger Marken und Anzügen nach Maß.

Für ihren Schritt in die Selbstständigkeit hat sich Gabriele Bundschuh einen denkbar schlechten Zeitpunkt ausgesucht. Bereut hat sie ihn trotzdem nicht. Seit mehr als 30 Jahren arbeitet Bundschuh schon in der Modebranche. Verkauf, Einkauf, die Organisation von Veranstaltungen, auch der Aufbau neuer Standorte – alles, was dazugehört, war dabei. Als ihr letzter Arbeitgeber, das Bregenzer Modehaus Sagmeister, den Entschluss fasste, sein Herrenmodegeschäft in Dornbirn zu schließen, war für sie die Zeit reif, etwas Neues zu wagen. »Der Standort hat sich wunderbar angeboten, ich habe gerne zugegriffen«, sagt Bundschuh.

Handverlesenes Sortiment

Nach einem Komplettumbau wurde das rund 100 m2 große Geschäft im Oktober 2021 eröffnet – in sehr hellem und luftigem Design und mit neuem Konzept. »Wir bieten jetzt Mode für Herren und Damen. Dabei legen wir großen Wert auf Nachhaltigkeit und kurze Lieferwege«, erklärt die Neo-Unternehmerin. Die Hauptlieferanten sind die österreichischen Marken Schneiders und Habsburg, Hemden und Blusen gibt es von Van Laack und dem venezianischen Spezialisten Gallia, Schuhe kommen von der oberösterreichischen Marke Dirndl + Bua. Um dem Namen Schneidermeisterei alle Ehre zu machen, kooperiert man bei den Maßanzügen mit Eduard Dressler. Maß genommen wird vor Ort von einer gelernten Schneiderin, die ebenfalls von Sagmeister übernommen wurde. Das komplette Angebot wird in Österreich oder der näheren Umgebung produziert, auch Bio-Sortimente werden eigens herausgestellt.

Geschäftsführerin Gabriele Bundschuh legt Wert auf eine helle, luftige Ladengestaltung.
Udo Mittelberger
Geschäftsführerin Gabriele Bundschuh legt Wert auf eine helle, luftige Ladengestaltung.

Guter Start

»Der Start im Oktober und November war ausgezeichnet«, erinnert sich Bundschuh. »Doch mit dem Lockdown ist das Geschäft komplett eingebrochen. Auch im Jänner war es sehr überschaubar, im Februar noch schlimmer. Über Wasser gehalten haben wir uns mit Maßanzügen und einem sehr exklusiven Cashmere-Programm.« Nun hofft die Unternehmerin auf einen unbeschwerten Saisonstart: »Wir haben tolle Ware, schöne Schaufenster und bekommen sehr gutes Feedback von unseren Kunden.«

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