Neueröffnung in Amstetten: Die Kleiderei ist ...
Neueröffnung in Amstetten

Die Kleiderei ist gewachsen

Kleiderei

Das Konzept hat sich bewährt, nun wurde erweitert: Statt auf Franchise-Shops setzt Bettina Windisch seit einiger Zeit nur noch auf Concept Stores.

2018 hat Bettina Windisch die Kleiderei in Amstetten eröffnet. Es war der erste Concept Store im Portfolio des Familienunternehmens, das bis dahin ganz auf Franchise-Shops von Systemlieferanten wie Tom Tailor oder Cecil gesetzt hatte. Von den zehn Stores von damals sind heute nur noch sechs übrig – doch diese wurden alle auf das Konzept Kleiderei umgestellt. 2019 hat Vater Gottfried Kogler die Geschäftsführung ganz in die Hände von Bettina Windisch gelegt, als Eigentümer ist er noch mit an Bord.

Am Hauptplatz von Amstetten gelegen, ergab sich durch einen Eigentümerwechsel bei der Nachbarimmobile die Möglichkeit, das Geschäft deutlich auf 500 m2 zu vergrößern. Und nicht nur das: Durch den Durchbruch wurden zusätzliche Schaufenster und ein zweiter Eingang geschaffen. Direkt an einer Bushaltestelle, einem größeren Parkplatz und einer Supermarkt-Filiale gelegen, profitiere man enorm von der zusätzlichen Frequenz, berichtet Windisch. »Der Hintereingang wurde fast zum neuen Haupteingang. Etwas Besseres konnte uns gar nicht passieren.«

Viele Neuerungen im Sortiment

Ende September wurde aufgesperrt, die ersten Wochen bis zum Lockdown sind sehr gut gelaufen. Am bestehenden Konzept wurde nicht viel geändert, ausgeweitet wurde vor allem das Angebot an Produkten abseits der Mode, also an Home Accessoires, Büchern und »kleinen Spezialitäten«, wie Windisch sagt, etwa lokalem Gin oder Cider. Auch nachhaltige Modelabels wurden dazugenommen, ebenso vergrößert wurde das Schuh-Sortiment. Eines der zentralen Elemente des Stores, der Lounge-Bereich samt Bar, profitierte gleichfalls von der Vergrößerung: »Vor allem die Herren genießen es hier. Viele Kunden trinken nach ihrem Einkauf noch eine Kleinigkeit und drehen dann doch noch eine Runde durchs Geschäft, weil es hier so viel zu entdecken gibt. Die Lounge erhöht definitiv die Aufenthaltsdauer.«

Verkauf auch über Zalando

Die Modemarken aus ihrem Sortiment möchte Windisch nicht aufgelistet haben, Informationen dazu findet man jedoch auf der Website und den Social-Media-Auftritten der Kleiderei, die nun in Lockdown-Zeiten auch wieder verstärkt als Verkaufsplattformen genutzt werden. Seit kurzem wird übrigens auch über das Partnerprogramm von Zalando online verkauft.

Kleiderei
Den Store sieht Windisch auch als »Aufwertung für Amstetten«, eine Stadt, die sich durchaus erfreulich entwickle. Die Umstellung aller Geschäfte auf das Multilabel-Konzept wurde noch vor Corona abgeschlossen, in der jetzigen Situation zeige sich angesichts der Lieferschwierigkeiten, von denen so mancher Vertikalist betroffen ist, ein weiterer Vorteil, breiter aufgestellt zu sein, meint die Unternehmerin. Abseits der Lockdowns sei das Geschäft in den letzten beiden Jahren durchwegs gut gelaufen. »Wir arbeiten sehr viel mit unseren Stammkunden. Und die bemühen sich in der derzeitigen Situation umso mehr, dass sie lokal einkaufen und nicht wegfahren oder ihr Geld im Online-Shop ausgeben.«
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