Humanic-Mutter mit Mega-Verlust im Coronajahr...Leder & Schuh
Leder & Schuh

Humanic-Mutter mit Mega-Verlust im Coronajahr 2020

Leder & Schuh AG
Die Humanic-Filiale in Liezen
Die Humanic-Filiale in Liezen

Der Umsatz der Grazer Leder & Schuh AG ist im Vorjahr um 23 % auf 150,6 Mio. € eingebrochen. Der Jahresverlust liegt bei 35 Mio. €. Doch der Fortbestand sei gewährleistet, betont das Management.

Mehrere Lockdowns, Homeoffice, geschlossene Restaurants sowie ausgefallene Feiern und Bälle sorgten dafür, dass im Vorjahr weniger neue Schuhe gebraucht wurden. Die steirische Leder & Schuh AG (Humanic, Shoe4You), die im Geschäftsjahr 2019 noch einen Gewinn von 1,6 Mio. € gemacht hat, erzielte deshalb im Coronajahr 2020 einen Mega-Verlust von fast 35 Mio. €. Das geht aus dem Jahresabschluss hervor, der in der Vorwoche im Amtsblatt der »Wiener Zeitung« veröffentlicht wurde.

Staatliche Unterstützungsmaßnahmen von über 10 Mio. Euro

Die Umsatzerlöse reduzierten sich um 22,6 % auf 150,6 Mio. €. Der Mitarbeiterstand ging von in Summe 1.345 im Jahr 2019 auf 1.295 im vergangenen Jahr zurück. Staatliche Hilfen wie Kurzarbeit oder Fixkostenzuschüsse sowie betriebliche Maßnahmen wie Mietreduktionen, die Reduktion bzw. Verschiebung von Warenbestellungen oder Optimierung von Logistik und Zentralkosten hielten die Firma über Wasser. In Summe seien staatliche Unterstützungen von 10,6 Mio. € ertragswirksam erfasst worden, heißt es im Geschäftsbericht.

Dass die Corona-Krise auch die Bilanz des Jahres 2021 prägen wird, ist schon jetzt klar: In Deutschland, Tschechien und der Slowakei waren die Filialen den gesamten Jänner und Februar geschlossen, im Hauptmarkt Österreich »nur« bis 7. Februar. Trotzdem verfüge die Gesellschaft über ausreichende Finanzmittel, um den Fortbestand der Gesellschaft zu gewährleisten, heißt es in der Bilanzerläuterung. Abermalige, mehrere Wochen andauernde Lockdowns könnten den Bestand der Gesellschaft hingegen sehr wohl gefährden.

Weitere Lockdowns würden Fortbestand gefährden

Ab dem Geschäftsjahr 2022 geht das Management von einer Annäherung des Umsatzes an das Vor-Coronaniveau aus. Der Fortbestand des Unternehmens sei zwar mit Stand März 2021 gewährleistet, schreibt die Firma, allerdings könnten abermalige, mehrere Wochen andauernde Lockdown-Situationen erneut zu maßgeblichen Liquiditätsabflüssen führen, die den Bestand der Gesellschaft gefährden können. Ab dem Geschäftsjahr 2022 geht das Management davon aus, »dass sich der Umsatz wieder dem Niveau vor COVID-19 annähert«.

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