Leder & Schuh AG: Umsatzplus und Staatshilfe
Leder & Schuh AG

Umsatzplus und Staatshilfe

Leder & Schuh AG
Die Humanic-Filiale in Liezen
Die Humanic-Filiale in Liezen

Die Leder & Schuh AG (Humanic, Shoe4You) meldet für 2019 ein Umsatzplus von 2 %. Durch Corona wurde die Gruppe schwer getroffen. Doch dank staatlicher Hilfe sei die Finanzierung bis auf weiteres gesichert.

Die Grazer Leder & Schuh AG, die sich zuletzt ganz auf ihre beiden größten Vertriebslinien Humanic und Shoe4You konzentriert hat, meldet für das Jahr 2019 ein Umsatzplus von 2,0 % auf 360 Mio. €. Bereinigt um einige Filialschließungen sei die Wachstumsrate bei 2,8 % gelegen. Ermöglicht wurde das durch einen Anstieg der Kaufrate sowie des Durchschnittsbons um jeweils 1,8 %. 

Corona-Krise

Entsprechend gestärkt sei man in das Geschäftsjahr 2020 gegangen, berichten die Vorstände Wolfgang Neussner und Michael Rumerstorfer. Ein noch besseres Kundenservice, Innovationen in der Digitalisierung, neue Top‐Marken im Sortiment, ein noch emotionaleres Einkaufserlebnis habe man sich vorgenommen. Dann kam Corona, der Lockdown, die Schließung aller 200 Filialen in neun Ländern. Und ein dramatischer Umsatzeinbruch, der von einem erfreulichen Plus im Onlineverkauf nicht einmal annähernd aufgefangen werden konnte. Eine Situation, die das Management als „größte Herausforderung der Firmengeschichte“, die immerhin schon 150 Jahre währt, bezeichnet.
Dank der schnellen Hilfe der COFAG (Covid‐19‐Finanzierungsagentur) und dem Commitment des Bankenkonsortiums unter Führung der Steiermärkischen Bank und Sparkassen AG sei es möglich gewesen, »unsere Finanzierung neu zu strukturieren und an die aktuellen Rahmen‐ und Marktbedingungen anzupassen«, sagt Finanzvorstand Neussner. Nun könne man wieder »optimistisch nach vorne schauen« und wolle »neu durchstarten«.

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