Jedes vierte Teil wird online gekauft

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Jaen Stock
Download von www.picturedesk.com am 25.08.2016 (11:12). Spain, Jaen, two young women on shopping tour - 20151013_PD19310
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Laut dem Beratungsinstitut RegioData ist der österreichische Gesamtmarkt für Bekleidung in den letzten Jahren relativ stabil mit durchschnittlich etwa 1,5 % pro Jahr gewachsen.

Doch das Wachstum fand nur Online statt – während der stationäre Handel seit etwa fünf Jahren Umsätze in ebenfalls diesem Ausmaß verliert. Konkret ist der Online-Anteil an den Bekleidungskäufen zwischen 2010 und 2015 von 6 % auf 24 % angestiegen. Der Bruttoumsatz im Nicht-Online-Markt war im gleichen Zeitraum von 5,4 Mrd. € auf 4,6 Mrd. € rückläufig, wobei hier die große Verschiebung vom klassischen Katalog-Versandhandel hin zum Internet-Versand nicht berücksichtigt ist. Den österreichischen Gesamtmarkt beziffert RegioData derzeit mit etwa 6,2 Mrd. €, wovon 1,5 Mrd. € auf Internetverkäufe entfallen. Laut der Prognose des Instituts wird der Online-Anteil bis 2020 auf 34 % weiter ansteigen.

Nummer 1 im heimischen Bekleidungshandel ist weiterhin H&M – wie auch in vielen anderen europäischen Ländern. Mit Respektabstand folgen C&A, Peek & Cloppenburg, Kik und New Yorker. Einige Positionen verloren haben zuletzt Benetton, Tally Weijl und Mango, Aufsteiger sind u. a. Primark und Desigual. Würde man die reinen Onlineshops im Bekleidungshandel ins Ranking mit aufnehmen, würden sich Amazon, Universal und Zalando rund um die Plätze 10 bis 15 einreihen.

Kritisch beäugen die Experten in ihrem Branchenbericht die Flächenentwicklung: Während die Umsätze im stationären Bekleidungshandel in den letzten fünf Jahren um rund 7 % rückläufig waren, sind die Verkaufsflächen im gleichen Zeitraum um etwa 20 % gewachsen. »Da sich die dadurch geringeren Quadratmeterumsätze direkt auf den Ertrag auswirken, muss wohl in nächster Zeit mit einer leichten Marktbereinigung gerechnet werden«, schreiben die Marktforscher.
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