Gap: Verluste trotz Online-Booms
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Gap Store im Donau Zentrum
Gap Store im Donau Zentrum

Der US-amerikanische Leisurewear-Spezialist verzeichnet zwar ein Like-for-like-Wachstum von 13 % im 2. Quartal, der Netto-Umsatz sank jedoch.

Angesichts solcher Zahlen sollte der Jubel eigentlich groß sein: Während der Krise gingen die Online-Umsätze von Gap mit einem Plus von 95 % förmlich durch die Decke. Das Unternehmen schreibt das dem Umstand zu, dass viele Menschen, die während des Lockdowns von zuhause aus gearbeitet oder studiert haben, sich mit bequemen Outfits eingedeckt haben. Das gab besonders dem Athleisure-Label von Gap, Athleta, einen Schub.

Stationäres Minus

Dennoch: Die guten Online-Geschäfte konnten das eklatante Minus von 48 % in den Läden bei weitem nicht wettmachen. Der Gesamtumsatz sank so um 18 % auf knapp 3,3 Mrd. US-Dollar. Bei Athleta konnte man hingegen ein Plus von 6 % verzeichnen. Zudem setzte das Unternehmen 130 Millionen US-Dollar mit dem Verkauf von Masken um.
Unter dem Strich stand ein Verlust von 62 Mio. Dollar verglichen mit einem Gewinn von 168 Mio. Dollar im selben Vorjahreszeitraum.
Seit Anfang August sind etwa 90 Prozent aller Gap-Stores weltweit wieder geöffnet. Dennoch plant das Unternehmen im kommenden Jahr über 225 unrentable Gap- und Banana Republic-Läden quer über den Globus zu schließen.

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