Galeria Karstadt Kaufhof: Die Schließungslist...
Galeria Karstadt Kaufhof

Die Schließungsliste wird kürzer

Galeria Kaufhof
Galeria Kaufhof am Alexanderplatz, Berlin
Galeria Kaufhof am Alexanderplatz, Berlin

Beim angeschlagenen deutschen Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof fallen weniger Standorte weg als ursprünglich angekündigt. Die Zahl der Schließungen wurde von 62 auf 50 reduziert.

Galeria Karstadt Kaufhof gehört der Signa Holding des österreichischen Immobilieninvestors Rene Benko. Ursprünglich sollten 62 der 172 Kaufhäuser in Deutschland geschlossen werden. Nach Zugeständnissen der Vermieter ist nur noch von 50 Schließungen die Rede.
»Buchstäblich in letzter Sekunde« sei es in Verhandlungen mit den Vermietern gelungen, das Aus für zwölf Warenhäuser doch noch abzuwenden, berichtete der Vorsitzende der Galeria-Geschäftsführung, Miguel Müllenbach, am Freitag in einem Mitarbeiterbrief. Müllenbach machte den Mitarbeitern der übrigen 50 Häuser auf der Schließungsliste allerdings keine Hoffnung auf weitere Einigungen im letzten Augenblick. »Ich weiß, dass die Enttäuschung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Filialen, für die die Schließungsbeschlüsse jetzt umgesetzt werden müssen, groß ist«, schrieb er lediglich und dankte ihnen für die geleistete Arbeit.

Umfassende Zugeständnisse der Vermieter

So hat etwa der Eigentümer des Karstadt-Hauses auf der Frankfurter Einkaufsmeile Zeil angeboten, die Miete um rund 1 Mio. € pro Jahr, also 15 %, zu reduzieren, wie der »Spiegel« berichtete. Einige der nun von der Schließungsliste gestrichenen Häuser befinden sich auch im Portfolio des Shopping-Center-Betreibers ECE. »Für einige Standorte haben wir uns inzwischen mit Galeria Karstadt Kaufhof grundsätzlich auf die wirtschaftlichen Eckdaten für eine Fortführung verständigen können», betonte ein Unternehmenssprecher. »Im Wesentlichen« handle es sich bei den Änderungen um »angepasste Konditionen«, bestätigte auch die ECE.
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