Erstes Quartal 2022: Zara-Mutter Inditex mit ...
Erstes Quartal 2022

Zara-Mutter Inditex mit deutlicher Erholung

Inditex

Profitabel wie in alten Zeiten: Unter dem Strich machte Inditex im ersten Quartal wieder 760 Mio. Euro Gewinn. Überraschung: Die Online-Umsätze waren rückläufig.

Der spanische Moderiese Inditex (Zara, Bershka, Pull & Bear, Massimo Dutti) geht mit einer spürbaren Erholung in den weiteren Jahresverlauf. Im ersten Geschäftsquartal 2022/23 (bis Ende April) schoss der Umsatz um 36 % auf 6,74 Mrd. € nach oben. Zu berücksichtigen dabei: die coronabedingten Lockdowns im Vorjahreszeitraum.

In den Läden schlugen die Käufer wieder stärker zu, dagegen fielen die Online-Verkäufe gegenüber dem starken Vorjahr etwas ab: Wurde im Vorjahresquartal ein Wachstum im E-Commerce in Höhe von 67 % erzielt, war diese Geschäftsfeld heuer um 6 % rückläufig.

Doch auch in den ersten Wochen des laufenden Quartals lief es weiter besser als 2021. Die Frühlings- und Sommerkollektionen seien sehr gut angekommen, hieß es am Mittwoch von den Spaniern. Von Anfang Mai bis 5. Juni seien die Erlöse währungsbereinigt um 17 % gegenüber dem Vorjahreswert gestiegen.

Milliardengewinn

Auch beim Gewinn legte Inditex deutlich zu. Vor Zinsen und Steuern stand in den Monaten Februar bis April ein Wert von 1,03 Mrd. € zu Buche, um 82 % mehr als vor einem Jahr. Die Kosten seien weniger stark gestiegen als die Umsätze, hieß es dazu lediglich. Die Bruttomarge war mit 60,1 % so hoch wie seit zehn Jahren nicht.

Unter dem Strich machte Inditex 760 Mio. € Gewinn, ebenfalls um rund vier Fünftel mehr als ein Jahr zuvor. Bereits berücksichtigt darin: eine Abschreibung in Höhe von 216 Mio. € wegen der Einstellung der Geschäfte in Russland und der Ukraine für das gesamte Geschäftsjahr.

China-Lockdowns

Derzeit seien lediglich noch vier Läden in China vorübergehend geschlossen, teilte das Unternehmen außerdem mit. Zuvor waren insgesamt 67 Shops in der Volksrepublik im ersten Quartal von Lockdowns betroffen. Aktuell betreibt das Unternehmen 6.423 Läden weltweit.
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