Eröffnungen in D, CZ, NL & BEL: P&C expandier...
Eröffnungen in D, CZ, NL & BEL

P&C expandiert international

P&C/Markus Kaiser

Peek & Cloppenburg ist wieder auf Wachstumskurs: In diesem Jahr stehen insgesamt sieben neue Häuser sowie fünf Komplettumbauten auf dem Programm. Für nächstes Jahr ist der Markteintritt in Italien geplant – und der erste Nachhaltigkeits-Store in Berlin.

Bis 2026 will Peek & Cloppenburg mit Sitz in Düsseldorf und Wien der führende Multibrand-Omnichannel-Händler für Mode in Europa werden. Im Fokus steht dabei der Omnichannel-Gedanke, also die Verwirklichung eines Einkaufserlebnisses, das die Vorteile des online und stationären Einzelhandels nahtlos vereint. »P&C investiert daher sowohl in die Online-Shops als auch in den stationären Handel, um die Stärken aller Verkaufskanäle optimal zu nutzen und gezielt miteinander zu verknüpfen«, teilt die Unternehmensgruppe mit. Das ermögliche ein flexibles Einkaufserlebnis, bei dem Kundinnen und Kunden jederzeit frei zwischen allen Optionen wählen und sie nach Bedarf kombinieren können. »Das Einkaufserlebnis soll sich zukünftig für unsere Kundinnen und Kunden online und stationär nicht unterscheiden, vielmehr soll es optimal und ohne jegliche Hürden verknüpft werden«, erklärt Edgar Hert, Mitglied der Unternehmensleitung.

Magasin du Nord kommt nach Deutschland

Neue Standorte entstehen sowohl bei Peek & Cloppenburg als auch bei der Tochtergesellschaft Anson‘s und der neu zugekauften dänischen Kaufhauskette Magasin du Nord. In Gießen kehrte P&C Ende März mit neuem Konzept an einen früheren Standort zurück. Eine Woche später eröffnete in Kassel der erste deutsche Ableger der Marke Magasin du Nord überhaupt. Im Herbst zieht Peek & Cloppenburg dann als größter Modeanbieter in die neu gebaute Dreiländergalerie in Weil am Rhein ein. International wächst das Unternehmen mit neuen Verkaufshäusern in Prag, Brüssel und dem niederländischen Almere.

Auch die Marke Anson’s setzt die Expansion fort: Nachdem der Herrenausstatter mit Fokus auf den modischen Mann 2021 in Tschechien, Kroatien und Rumänien vorgestellt wurde, folgt in diesem Jahr ein zweiter Store in Prag.

Den zwölf bereits fest geplanten Neu- und Umbaueröffnungen könnten noch heuer weitere folgen: Da die Corona-Pandemie Bewegung in den Handelsimmobilienmarkt gebracht hat, führt Peek & Cloppenburg Gespräche für weitere Verkaufsflächen in aussichtsreichen Lagen.

Neues Café-Konzept

Auf der Wiener Mariahilfer Straße feierte P&C bereits im April die Neueröffnung nach Komplettumbau. Doch ein Detail wird in Kürze nachgeliefert: Das hauseigene Café-Konzept Ivys Coffee soll nach der Premiere im Weltstadthaus Dortmund im April auf weitere ausgewählte Verkaufshäuser ausgerollt werden.

Erster Nachhaltigkeits-Store

Und auch erste Neueröffnungen für 2023 sind bereits in Planung. Besondere Highlights: Der erste Sustainability-Store des Unternehmens, der derzeit in Berlin am Potsdamer Platz entsteht. »Auf drei Etagen und 3.500 Quadratmetern sollen hier Nachhaltigkeits-Lösungen erprobt werden, die Schritt für Schritt auch an anderen P&C-Standorten Einzug erhalten könnten«, teilt das Unternehmen dazu mit. »Der Store soll nicht nur nachhaltiger produzierte Artikel führen, sondern dem Thema Nachhaltigkeit durch unterschiedliche Eventformate auch eine Plattform geben.« Neben diesem Pilotprojekt freut sich die Unternehmensgruppe auch auf einen Schritt in einen gänzlich neuen Markt: Italien. Erstmals wächst Peek & Cloppenburg damit auch im Süden Europas.

Optimierung bestehender Flächen

Während einerseits also fleißig expandiert wird, stellt die Geschäftsführung zunehmend auch die bestehenden Verkaufshäuser und Konzepte auf den Prüfstand. »Bereits vor Corona hat Peek & Cloppenburg begonnen, an mehreren Standorten eine Neuaufteilung des Sortiments zu konzipieren: Auf weniger Fläche wird dem Kundenwunsch nach besserer Orientierung und optimal kuratiertem Angebot Rechnung getragen – bei gleicher Produktvielfalt«, heißt es dazu in der Pressemitteilung. »Bereits erfolgreich umgesetzte Umbaueröffnungen wie in Mannheim oder auf der Mariahilfer Straße in Wien zeigen, dass die Kundinnen und Kunden diese Optimierungen annehmen«, so Uwe Fehr, Mitglied der Unternehmensleitung und verantwortlich für den Einkauf Herren. »Die Flächenproduktivität entwickelt sich positiv. Zudem wird beliebten Segmenten wie Sportswear, Wäsche und Schuhen insgesamt mehr Fläche eingeräumt. Anderweitig freie Flächen können darüber hinaus für neue Ideen genutzt werden. Denn die Innenstädte befinden sich im Wandel. Wo noch vor einigen Jahren der Einzelhandel dominierte, entwickeln sich die Innenstädte heute zu einem Ort des Arbeitens, Wohnens, Begegnens und Erlebens. Ein vielfältiges Angebot aus diesen Lebensbereichen ist daher gefragter denn je. Auch P&C setzt auf die hybride Nutzungen seiner architektonisch herausragenden Bauten.« In Wien etwa wurde die Verkaufsfläche von 16.600 auf 11.000 Quadratmeter verkleinert. Die frei gewordenen Flächen werden künftig für ein Hotel genutzt.
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