Business

Strenesse erneut insolvent

Der Premiumhersteller versucht abermals einen Befreiungsschlag, um seine Altlasten loszuwerden. Der Tagesbetrieb soll normal weitergehen.

Der deutsche Premium-Label Strenesse hat erneut ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung angemeldet. Das Amtsgericht im nordschwäbischen Nördlingen hat dem Antrag bereits stattgegeben. Die Strenesse New GmbH will sich mit diesem Schritt abermals von Altlasten der früheren Strenesse AG frei machen. »Der Geschäftsbetrieb wird nahtlos fortgeführt werden«, betont das Unternehmen in einer Mitteilung. »Strenesse wird konsequent seinen hohen Ansprüchen an Design und Qualität treu bleiben.« Die AG hatte 2014 Insolvenz angemeldet. Ende 2016 hatte dann eine Schweizer Holding das Modeunternehmen gekauft und den Betrieb in die neue Gesellschaft überführt. Unter der Gründerfamilie Strehle galt Strenesse lange als ein Aushängeschild deutscher Designermode.

Micaela Sabatier verantwortet als Geschäftsführerin weiterhin den operativen Bereich. Sie wird in der Geschäftsleitung nun im Rahmen des Insolverzverfahrens vom sanierungserfahrenen Dr. Hubert Ampferl (Dr. Beck & Kollegen) unterstützt, der für die Umsetzung der Restrukturierungsmaßnahmen zuständig ist. Aktuelle Umsatzzahlen sind keine bekannt.

Von: Manuel Friedl