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Signa Sports will Asien erobern

Signa Sports will mithilfe einer strategischen Partnerschaft mit Aeon und Central Group den asiatischen Markt erobern.

Die Signa-Gruppe von René Benko ist längst auch im Einzelhandel höchst erfolgreich. Mit der Übernahme von Karstadt und Galeria Kaufhof hat Signa den zweitgrößten Kaufhauskonzern Europas geschaffen. Mit dem Kauf der Leiner-Gruppe ist man auch im Möbelhandel eine Größe. Und mit Multi-Channel-Händlern wie Internetstores (europäischer Marktführer für Radsport und Outdoor), Tennis-Point (europäischer Marktführer für Tennis), Outfitter und Stylefile (Teamsport und Freizeit) sieht sich der österreichische Konzern auch als eine der europaweit führenden E-Commerce-Plattformen für Sport. Nach eigenen Angaben betreibt die Gruppe derzeit mehr als 80 Webshops in 17 Ländern.

Nun folgt der nächste große Expansionsschritt: Mithilfe einer strategischen Partnerschaft mit zwei der größten Einzelhandelsunternehmen Asiens soll der dortige Markt erobert werden. Im Rahmen einer Kapitalerhöhung ist Aeon, die Nummer 1 im japanischen Einzelhandel und zusätzlich in 12 anderen Ländern Asiens aktiv, mit 7,5 % bei Signa Sports United eingestiegen. Die thailändische Central Group wiederum hat 4 % der Anteile an der Sporthandelstochter von Signa übernommen.

Die Central Group ist der größte Einzelhändler in ganz Südostasien, das Tochterunternehmen Supersports ist der führende Sporthändler in Thailand und Vietnam sowie die Nummer 2 in Südostasien. Beide Unternehmen, Aeon und Central, sind in ihren Heimatmärkten laut Signa auch die größten Betreiber von Einkaufszentren und erreichen daher breite Käuferschichten. Im Rahmen der strategischen Partnerschaft soll nun gemeinsam und auf Basis der Technologie und der Marken von Signa Sports United eine führende E-Commerce-Plattform in Asien aufgebaut werden, heißt es in einer Pressemitteilung. Motoya Okada, CEO und Präsident von Aeon, sagt: »In Japan ist der Markt für Gesundheit, Wellness und Sport ein hochattraktiver Wachstumsmarkt. Unsere strategische Investition und die Partnerschaft mit Signa Sports United kommen genau rechtzeitig vor den Olympischen Sommerspielen im Jahr 2020 in Tokio. Der Onlinemarkt für Sportartikel in unserer Region wird sich in den kommenden fünf Jahren mehr als verdoppeln.«

Nach eigenen Angaben steigerte Signa Sports United die Umsätze im Geschäftsjahr 2017/18 um über 20 % auf rund 450 Mio. €. Langfristig wolle die Unternehmensgruppe zur weltweit führenden E-Commerce-Plattform im Sporthandel aufsteigen, heißt es in der Mitteilung.

Von: Manuel Friedl