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Mango schreibt weiter rote Zahlen

Nach Steuern und Abgaben verzeichnet die spanische Fast-Fashion-Kette Mango im Geschäftsjahr 2018 einen Nettoverlust von 35 Mio. €.

Das Unternehmen aus Palau-solità i Plegamans konnte im Geschäftsjahr 2018 eine Umsatzsteigerung in Höhe von 1,8 % auf 2,233 Mrd. € erwirtschaften. »Die Kunden haben unsere Kollektionen im Jahr 2018 gut bewertet, und wir haben es geschafft, unseren Umsatz zu steigern, was in den Vorjahren nicht der Fall war«, so Toni Ruiz, CEO von Mango. Dies ermöglichte es dem Konzern ein ausgeglichenes operatives Ergebnis (Break-Even) und ein Ebitda von 135 Mio. €, 17 % mehr als im Vorjahr, zu erzielen. Dadurch konnte es seine Nettofinanzschulden in zwei Jahren von 617 Mio. € auf 315 Mio. € halbieren. Der Nettoverlust lag nach Steuern und Zinsen bei 35 Mio. Euro.

Großes Wachstum im E-Commerce

Obwohl das Unternehmen noch tief in den Schulden steckt, zeigt sich die Erholung in der Umsatzentwicklung für das erste Halbjahr 2019. Der Umsatz sei gegenüber dem gleichen Zeitraum in 2018 um mehr als 50 Mio. € gestiegen. 77% des Umsatzes kommt aus dem internationalen Geschäft, wobei der spanische Markt nach wie vor führt mit knapp 23%.

Doch das schnellste Wachstum konnte Mango im E-Commerce erzielen. Die Online-Umsätze haben die eigenen Prognosen übertroffen und kletterten um 31 % auf 445 Mio. € an, sodass sie 20 % des Gesamtumsatzes der Gruppe einnehmen. Mango hatte geplant, diesen Meilenstein bis Ende 2020 zu erreichen, und erwartet nun nach Zwischenbewertung seiner Pläne, dass im Jahr 2019 die 25 %-Marke und 2020 die 30 %-Marke erreichen wird.

Schuldenabbau

Im vergangenen Jahr belief sich der Abbau der Schuldenlast auf 100 Mio. €. Darüber hinaus hat das Unternehmen im Dezember 2018 eine Refinanzierungsvereinbarung bis 2023 unterzeichnet, die deutlich günstigere Rückzahlungsbedingungen ermöglicht. Zudem soll weiterhin in digitale Strategien investiert werden, um die E-Commerce-Maßnahmen weiter auszubauen. 2018 hat die Website von Mango nach Unternehmensangaben mehr als 555 Mio. Besucher verzeichnet und damit 24% mehr als im vergangenen Jahr. Für heuer ist eine ähnliche Entwicklung geplant. Im ersten Halbjahr 2019 habe man bereits Vereinbarungen mit Handelspartnern in Märkten wie China (Hangzhou Jingzhe Clothing), Kanada (Hudson’s Bay) und den USA (Macy’s) bekannt gegeben, die sowohl den Online-Verkauf über ihre Portale als auch die Eröffnung von physischen Verkaufsstellen in diesen Ländern umfassen.

Von: Márcia Neves