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Charles Vögele: Gläubiger stimmen Sanierung zu

Die Gläubiger der insolventen Modekette Charles Vögele haben sich am 22. Oktober 2018 mit dem Insolvenzverwalter auf eine Entschädigungsquote von 20 Prozent geeinigt und segnen damit den vorgeschlagenen Sanierungsplan ab.

Auf 20 % beläuft sich die Barquote, die die Gläubiger des Modehändlers Charles Vögele bekommen werden und der sie nun auch zugestimmt haben. Das Geld soll bereits beim Insolvenzverwalter hinterlegt worden sein und der Sanierungsplan daher schon gerichtlich bestätigt, hat der Kreditschutzverband KSV1880 nun mitgeteilt. 

Die Finanzierung der Sanierung

Die Finanzierung der Quote übernimmt der neue Investor, der Münchner Finanzberater und Sanierer GA Europe, der auch die Markenrechte an Charles Vögele hat. Glück im Unglück für die Gläubiger: Bei einer endgültigen Schließung des Unternehmens hätten die Gläubiger laut Creditreform nur eine Quote von 12 % erhalten. Insgesamt haben über 1.261 Gläubiger insgesamt 38,2 Millionen Euro an Forderungen angemeldet.

Mehr als 200 Vögele-Mitarbeiter sind durch die Insolvenz von Charles Vögele nun arbeitslos. Der neue Eigentümer wird lediglich 70 Filialen mit rund 454 Mitarbeitern fortführen. Ursprünglich gab es hierzulande jedoch mehr als 100 Filialen mit 711 Mitarbeitern.

Die aktuelle Herbst- und Wintermode ist bereits in den Filialen eingetroffen und wird zur Feier des Abschlusses des Sanierungsverfahrens diese Woche auch gleich um 20 % günstiger angeboten. 

Von: Christiane Marie Jördens