Corona-Pandemie: Handel freut sich auf Wegfal...
Corona-Pandemie

Handel freut sich auf Wegfall der Maskenpflicht am 22. Juli

Erwartet wird ein Umsatzanstieg von bis zu 10 Prozent. Der Handelsverband fordert stärkere Anreize für die Impfung.

Der Handel freut sich über das am Freitag von der Regierung angekündigte Festhalten an den geplanten Öffnungsschritten, die ab 22. Juli eine weitere Lockerung der Maskenpflicht vorsieht: »Jede Erleichterung hilft dem Handel«, sagte WKÖ-Handelsobmann Rainer Trefelik zur APA. Die Branche erwartet dadurch einen Umsatzanstieg von 10 Prozent sowie eine Umsatzstabilisierung in den schwächeren Sommermonaten, so Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will zur APA.


Dass in Supermärkten, Banken, Apotheken, Postgeschäftsstellen und Tankstellen, den sogenannten Betriebsstätten des täglichen Bedarfs, im Unterschied zu allen übrigen Geschäften die MNS-Pflicht bleibt, sei ein Wermutstropfen, aber »verständlich und tragbar« so Trefelik: »Der MNS-Schutz hemmt das Einkaufserlebnis massiv und daher sind die weiteren Lockerungen ein wichtiger nächster Schritt. Die Pandemie ist aber noch nicht vorbei und mit dem MNS-Schutz in den Betriebsstätten des täglichen Bedarfs versuchen wir das zum Ausdruck zu bringen - ich verstehe zwar die Situation der Mitarbeiter, aber auch die Symbolik dahinter.«

Gutscheine als Anreiz zum Impfen

Für Handelsverband-Geschäftsführer Will »ist klar, dass man derzeit zwischen Geschäften unterscheiden muss, wo man hingehen muss oder wo man hingehen kann« und daher trage man die Differenzierung aus verständlichen Gründen mit. Der Wegfall der Maskenpflicht sei aufgrund der aktuellen virologischen Situation die logische Konsequenz. Für eine nachhaltige Absicherung dieser Maßnahme brauche es aber eine höhere Durchimpfungsrate und daher fordert der Handelsverband stärkere Anreize, wie Impfgutscheine, um die Durchimpfungsrate weiter zu steigern: »Einen fünften harten Lockdown mit Geschäftsschließungen würden die österreichischen Einzelhändler finanziell nicht überstehen.«

Gewerkschaft skeptisch

Die Gewerkschaft GPA bezeichnete die Differenzierung bei der Maskenpflicht im Handel ab 22. Juli am Freitag auf APA-Anfrage als »weder logisch noch praxistauglich«. In Einkaufszentren müsse dann vor jedem Geschäft überlegt werden, welche Regelung es zu beachten gibt, in einem Möbelhaus etwa gibt es keine Vorschriften für den Eintritt, beim Besuch des integrierten Restaurants braucht der Gast aber einen 3G-Nachweis.

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