Business

Verkauf von Strenesse wahrscheinlich

Die bereits stark angeschlagene deutsche Modemarke Strenesse steht kurz vor dem Verkauf. Nach dem kürzlichen Antrag auf Eigenverwaltung ist ein Totalrückzug nicht weit.

Erst letzte Woche hatte die Strenesse AG beim Amtsgericht Nördlingen einen Antrag auf Eigenverwaltung gestellt. Grund dafür war ein Berg an Altlasten, der für die Sanierung des Unternehmens wenig förderlich war. Nun ist Strenesse sogar zum Verkauf bereit, berichtet die Textilwirtschaft in ihrer aktuellen Ausgabe.

Im Interview mit der TW sagt Lucas Strehle, CEO der Strenesse AG: »Wenn es einen Investor gibt, von dem wir glauben, dass er die Marke wirklich weiter entwickelt, könnten wir die Mehrheit abgeben.«

Zunächst steht jedoch die Sanierung ins Haus, die Investorensuche soll im zweiten Schritt erfolgen. »Wir wollen den begonnen Weg der Restrukturierung weiter fortsetzen und das Unternehmen künftig so aufstellen, dass wir Wachstumschancen nutzen und dabei sehr kostendiszipliniert arbeiten«, gibt Strehle in einer Aussendung bekannt.

Durch die Eigenverwaltung wird der Gesellschaft die Möglichkeit gegeben, ihre Geschäfte unter Aufsicht des Gerichts und eines Sachwalters in eigener Verantwortung weiterzuführen. Für das Unternehmen bedeutet die Eigenverwaltung Planungssicherheit, zudem werden die Interessen der Gläubiger gewahrt.



Von: Christiane Marie Jördens