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Tom Tailor: Bonita-Verkauf verweigert

Nach all den langen Verhandlungen, kommt es zu einem Eklat in der Tom Tailor-Debatte: Die Konsortialbanken verweigern den Verkauf der verlustträchtigen Tochter Bonita.

Die Konsortialbanken haben der Tom Tailor Holding SE mitgeteilt, dass es derzeit keine ausreichende Mehrheit für die Zustimmung zum Vollzug des Verkaufs des Teilkonzerns Bonita gibt. Die Gesellschaft hatte am 20. März 2019 mit der niederländischen Victory & Dreams International Holding B.V. einen Kaufvertrag über den Verkauf von Bonita abgeschlossen.

Zustimmung unwahrscheinlich

»Wir sind sehr enttäuscht über diese Entwicklung. Zum einen, da der Verkauf von Bonita trotz aller Bemühungen nicht zum Abschluss kommt. Zum anderen, weil wir dies nach wie vor als beste Option betrachten«, sagt Heiko Schäfer, CEO der Tom Tailor Holding SE. Obwohl der Vorstand sich weiter bemüht die Zustimmung der Banken zu erlangen, bleibt Tom Tailor realistisch und geht davon aus, dass die Erteilung einer Zustimmung unwahrscheinlich ist. Der Vorstand prüft daher derzeit sämtliche strategischen Alternativen für Bonita, inklusive einer Wiederaufnahme des Verkaufsprozesses. Gleichzeitig werden die laufenden Restrukturierungsmaßnahmen weiter intensiviert.

Kontinuierliche Verhandlungen mit Fosun

Ungeachtet dessen dauern die derzeit stockenden Verhandlungen mit den Konsortialbanken über die Anpassung des Konsortialkreditvertrags sowie mit dem Großaktionär Fosun über dessen Finanzierungsbeitrag weiter an, heißt es weiter in der Mitteilung des Unternehmens. Dieser dient in erster Linie der Verbesserung des wirtschaftlichen Eigenkapitals der Tom Tailor Group, welches durch die anhaltend schlechte Geschäftsentwicklung von Bonita, der notwendig gewordenen Vollabschreibung des Markenwerts in Höhe von 184,5 Mio.€ sowie weiteren signifikanten Wertminderungen von Vermögenswerten des Geschäftsbereichs Bonita zum 31. Dezember 2018, belastet wurde.

Von: Márcia Neves