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St. Emile wird eingestellt

Das Schwesterunternehmen von Basler, St. Emile, muss seinen Betrieb ebenfalls stilllegen. Es wurde keine Investorenlösung gefunden.

Bereits am 31. August 2017 war bekannt geworden, dass die Basler Fashion Group ihren Betrieb stilllegen muss. Nun wurde auch das Aus für St. Emile offiziell bekannt gegeben.

»Wir haben über Jahre gekämpft und gehofft – aber leider ohne Erfolg. Die Kündigungen sind ausgesprochen, wir dürfen keine Musterteile mehr verschicken und auch generell keine Aufträge mehr erteilen. Aus diesem Grund möchten wir Sie bitten, ab sofort alle Freianweisungen einzustellen und uns alle Musterteile zu retournieren«, so heißt es in einer offiziellen Mitteilung an die St. Emile-Kunden.

Hintergrund

Das 1924 gegründete Modeunternehmen St. Emile war nach der Insolvenz im Jänner 2017 von der Frankfurter Private Equity-Gesellschaft Tempus Capital gekauft worden. Dieser war zu diesem Zeitpunkt auch im Besitz von Basler und Portray Berlin. Man wollte die drei Labels unter einem Dach zu einer neuen Holding zusammenführen. Allerdings stellte die Basler Fashion Group im Mai einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung. Im August beschloss die Gläubigerversammlung in Folge, den Geschäftsbetrieb von Basler und St. Emile einzustellen. Ende August meldete man schließlich, dass Basler den Betrieb stilllegt.

Von: Christiane Marie Jördens