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Levi Strauss boomt

Die Konzernmutter von Levi’s und Dockers konnte ihre Umsätze im Vorjahr zweistellig steigern.

»Wir hatten ein hervorragendes Jahr«, freut sich Chip Bergh, CEO von Levi Strauss & Co. Der US-amerikanische Denim-Spezialist mit den Marken Levi’s und Dockers konnte seine Umsätze im Geschäftsjahr 2017/18 (per Ende November) um 14 % (währungsbereinigt: 13 %) auf knapp 5,6 Mrd. US-Dollar (umgerechnet 4,92 Mrd. Euro) steigern. Dabei erlebte Levi’s besonders am europäischen Markt einen regelrechten Boom: Die Umsätze stiegen um 25 % (währungsbereinigt: 21 %) auf 1,65 Mrd. Dollar (umgerechnet 1,45 Mrd. Euro).

Eigener Retail wird forciert

Verantwortlich für das Wachstum sei die Diversifikation des Produktportfolios, die Ausweitung des eigenen Retails und eine bessere Kundenbindung, glaubt Bergh. Im eigenen Retail wurde das Filialnetz um 74 Geschäfte erweitert, inklusive E-Commerce wuchs dieser Vertriebskanal um 18 %. Der Wholesale konnte um 11 % zulegen. Auch die Bruttospanne stieg, und zwar deutlich von 52,3 auf 53,8 % – auch das eine Folge des Ausbaus des eigenen Retail-Geschäfts.

Gewinn stagniert

Während sich das operative Ergebnis (bereinigtes EBIT) um 13 % auf 542 Mio. Dollar steigerte, blieb der Nettogewinn mit 285 Mio. Dollar nur stabil. Denn das Umsatzwachstum wurde von höheren Ausgaben u. a. für Expansion und Werbung, aber auch einer hohen Steuernachzahlung wieder aufgefressen. In Europa erhöhte sich der operative Gewinn jedoch deutlich von 199 auf 293 Mio. US-Dollar.

Von: Manuel Friedl