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Leichtes Wachstum für Wolford

Dank Wechselkurseffekten konnte der Vorarlberger Wäschespezialist Wolford im abgeschlossenen Geschäftsjahr um 3,2 % wachsen.

In Zahlen ergibt sich für Wolford somit ein Gesamtumsatz von 162,4 Millionen Euro (Mai 2015 bis April 2016). Positiven Einfluss hatten vor allem positive Währungseffekte wie die Wechselkursänderungen beim US-Dollar, beim Britischen Pfund und dem Schweizer Franken. Ohne die Währungseffekte würde der Umsatz  von Wolford auf Vorjahresniveau liegen, wie es heißt.

Negatives Ergebnis nach Steuern

Das operative Ergebnis (EBIT) betrug im GJ 2015/16 1,5 Mio. EUR, nach 2,17 Mio. EUR im GJ 2014/2015. Wie Wolford angibt, seien die beiden Geschäftsjahre allerdings nicht direkt mit einander vergleichbar, denn im Vorjahr habe das EBIT von sonstigen betrieblichen Erträgen profitiert, die mit 12,76 Mio. EUR um mehr als 10 Mio. EUR über dem Niveau von 2015/16 lagen. Das Ergebnis vor Steuern war, mit 0,62 Mio. EUR nach 1,21 Mio. EUR im Vorjahr, ebenfalls geringer, allerdings trotzdem positiv. Negativ hingegen fiel das Ergebnis nach Steuern aus: Nach 1,03 Millionen Euro im Vorjahr, beläuft es sich nun auf -6,19 Millionen Euro. Grund sei ein »Einmaleffekt im Zuge der Auflösung latenter Steueransprüche«, wie es seitens Wolford heißt.

Wachstum im Ausland

Bedingt durch die Währungseffekte, konnte Wolford vor allem am US-Markt (+12 %) und in der Schweiz (+10 %) wachsen. In Großbritannien legte das Unternehmen um 8 % zu. Im Heimatmarkt Österreich schaut es mit -2 % Umsatz allerdings weniger rosig aus, genauso wie in Deutschland, wo man ein 4 %-iges Minus hinnehmen musste. In Frankreich litten die Umsätze unter einem Minus von 3 %, das man vor allem den Anschlägen im November 2015 zuschreibt. In Italien (+8 %) und Spanien (+12 %) stiegen die Umsätze hingegen.

Positiv entwickelte sich der E-Commerce mit +52 % im vorigen Gesamtjahr. Der eigene Retail schaffte eine Steigerung von 2 %, flächenbereinigt beläuft sich der Umsatz ebenfalls auf +2 %. Das Wholesale Business musste allerdings einen Rückgang von 2 % hinnehmen.  

Prognose

Trotz des verhaltenen Starts in das aktuelle Geschäftsjahr, rechnet man für 2016/17 mit einem leichten Umsatzwachstum, wie Wolford mitteilt. Man habe einen Farhplan entwickelt, um profitabler zu werden. Bereits im vergangenen GJ seien wichtige Schritte gesetzt worden:

»Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir substanzielle Fortschritte bei der Umsetzung unserer Strategie erzielt. Um bis 2019/20 eine EBIT-Marge von 10 % zu erreichen, haben wir aber noch ein ganzes Stück Weg vor uns«, so Ashish Sensarma, CEO von Wolford, realistisch.

Trotz erwarteter Aufwendungen von rund 1,1 Mio. EUR im Zuge der Implementierung neuer Strukturen, geht man für das operative Ergebnis von einem leichten Wachstum aus. Mit Effekten aus der Auflösung latenter Steuern auf Verlustvorträge rechne man nicht, weshalb man für das Geschäftsjahr 2016/17 wieder von einem positiven Ergebnis nach Steuern ausgeht, so Wolford.  

Von: Christiane Marie Jördens