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Intersport wächst zweistellig

Der Marktführer im Sporthandel schrieb 2018 das erfolgreichste Jahr der Unternehmensgeschichte.

Mit einem Umsatz von 580 Mio. Euro erreichte Intersport Austria im vergangenen Geschäftsjahr ein Plus von 14 % (flächenbereinigt 8%). Der Fünf-Länderverbund der Gruppe mit Deutschland, Ungarn, Tschechien und der Slowakei erwirtschaftete einen Umsatz von 3,53 Mrd. Euro. Dabei ist und bleibt Wintersport ein wichtiger Treiber. Die gesamte Kategorie erzielte in Österreich im Jänner ein Umsatzplus von 26 %, im gesamten Kalenderjahr 2018 gingen rund 32.000 Paar Erwachsenen-Ski über die Intersport-Ladentheken. Weiterer Gewinner war Wandern: Im Outdoor-Segment verzeichnete das Unternehmen eine Umsatzsteigerung von 12 %. Um das Thema nicht nur im Produkt, sondern auch in Form von Events zu besetzen, veranstaltete die Verbundgruppe 2018 Wandertage in vier verschiedenen Wandergebieten. 2019 wolle man das Projekt in sechs Wandergebieten fortsetzen.

Das Erfolgsrezept

Fragt man nach dem Geheimnis für den anhaltenden Erfolg spricht Geschäftsführer Thorsten Schmitz von Partnerschaft: »Wir sind definitiv ein starker Partner der Industrie. Wir ‚verramschen‘ Marken nicht, vielmehr werten wir sie mit Beratung und Service zusätzlich auf. Unser Konzept des ‚Best in Town‘ festigt die Marktposition unserer Händler und Hersteller. So können sie auf dem soliden Fundament eines zuverlässigen Partners agieren.« Künftig solle vor allem dem Bereich E-Commerce und damit dem Thema Omnichannel-Vernetzung hohe Bedeutung zukommen. Ziel sei es, die Sortimentsbreite im Online-Shop massiv zu erhöhen und die Produkte noch schneller und komfortabler zum Kunden zu bringen. In naher Zukunft solle die Mehrheit aller Intersport-Händler am Online-Shop angeschlossen sein. Dies bedeute für die Kunden eine Erhöhung der verfügbaren Artikel und für die Händler eine Umsatzbeteiligung, erklärte der 41-Jährige im Rahmen der kürzlich gehaltenen Pressekonferenz.

Auf Expansionskurs

Im Herbst 2018 eröffnete das Unternehmen drei neue Filialen: Intersport Kaltenbrunner mit 1.600 m² im Welser Shopping Center Nord, Intersport Pilz in Wolfsberg sowie Intersport Winninger in Wien Auhof. Zudem starteten Shops in Maria Alm, Jerzens, Längenfeld, Katschberg und Bad Hofgastein. Für Frühjahr 2019 sei die Eröffnung zweier neuer Filialen in Krems und Feldkirch geplant. »Auch in zwei Landeshauptstädten sind wir in den Schlussverhandlungen für neue Stores in Premiumlage«, verriet der Geschäftsführer beim Gespräch. Bei all den positiven Meldungen bleibt doch ein Wermutstropfen: Der mit September datierte Austritt des derzeit größten Intersport-Händlers Sport Bründl aus dem Verbund. Ob man fürchte, dass weitere Händler diesen Schritt in Erwägung ziehen könnten? »Wir haben intensive Gespräche mit unseren Partnern geführt und fühlen uns nur weiter in unserem Weg bestärkt. Natürlich wird der Wegfall von insgesamt 26 Standorten durch Bründl für uns spürbar sein. Wir sind aber zuversichtlich, diesen zu kompensieren. Vielleicht nicht im ersten Jahr, aber in 24 Monaten erachte ich das als durchaus realistisch«, so Schmitz. Klar sei aber, dass die Entscheidung von Sport Bründl eine neue Wettbewerbssituation erzeuge: »Wir werden die Standorte mit neuen Intersport-Stores besetzen, um weiterhin als Intersport präsent zu sein.« Man befinde sich jedenfalls bereits jetzt wieder in einem positivem Wachstumstrend und erwarte, »weiter zweistellig zu wachsen«, flächenbereinigt im hohen einstelligen Bereich. Dabei ziele man aber immer auf eine gesunde Balance zwischen flächenbereinigtem und expansivem Wachstum ab. »Wir wachsen nicht um jeden Preis«, so der Geschäftsführer.

 

Von: Lisa Hollogschwandtner