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Charles Vögele verkauft: Personal darf hoffen

Nach der Übernahme des Schweizer Filialisten Charles Vögele rechnet Chef Markus Voegeli nicht mit einer großen Kündigungswelle des Verkaufspersonals.

Wie es von Seiten des Vögele-Chefs heißt, habe es kein Problem bei der Verkaufsorganisation gegeben, sondern bei der Zentrale im Schweizer Pfäffikon. Charles Vögele wolle möglichst allen 6.000 Mitarbeitern eine berufliche Perspektive geben, wie Voegeli nun in einem Interview mit dem Online-Portal Cash mitteilte.

Umstellung auf OVS 2017

Den Filialisten Charles Vögele werde es noch den Großteil von 2017 geben, die Frühlings- und Sommerkollektion 2017 sei bereits eingekauft. Im Laufe des kommenden Jahres wird dann aber schrittweise in den Geschäften auf den italienischen Modehändler OVS umgestellt. Der Hauptsitz der Firma bleibt in Pfäffikon. Voegeli rechnet nicht damit, dass die Übernahme durch die italienische Investorengruppe noch scheitern wird, den von ihnen gebotenen Preis pro Aktie in Höhe von 6,38 Franken (5,89 Euro) hält der Chef von Charles Vögele für angemessen, denn er entspreche mehr oder weniger dem Aktienkurs der vergangenen Monate.

Charles Vögele überlebensfähig

Wie Voegeli weiter sagt, wäre das Unternehmen auch ohne Investorenübernahme überlebensfähig gewesen. Allerdings würde die Lage am europäischen Markt immer schwieriger werden. Die Konkurrenz begegnet den Problemen mit Kostensenkungen und Standortschließungen. Die Schweiz hingegen stellt bei den aktuellen Preisen eine Insel dar und ist dadurch für die Konkurrenz sehr attraktiv. So steigt aber auch der Konkurrenzdruck. Zudem wächst der Onlinehandel zusehends: In der Schweiz setzt dieser bereits einen dreistelligen Millionenbetrag um, was die Existenz der dort ansässigen Modehändler stark bedroht.  

Die Angebotsfrist für Charles Vögele endet voraussichtlich am 16. November 2016.

Von: Christiane Marie Jördens