Ausgabe 21/2017

Studie 2017: Österreicherinnen und ihre Jeans
Very classic

Kongress: Wenig Leid, wenig Euphorie

Erlebniswelt oder Läden ohne Ware? Gemeinschaftserlebnis oder virtuelle Einsamkeit? Beim Modehandels- kongress der Textilwirtschaft zeigte sich wieder einmal, wie sehr analoger und digitaler Modehandel auseinander klaffen. Wie tickt er denn nun, der moderne Modehandel? Digital? Lokal? Oder doch emotional? Die Referenten des MHK in Düsseldorf lieferten auf diese Fragen wenig überraschend sehr unterschiedliche Antworten. Während »gestandene« Modeunternehmer noch immer an die Faszination des Ladens und den emotionalen Wert »echter« Verkaufsgespräche glauben, sehen Berater und Marketingspezialisten die Zukunft des Modeverkaufs mehrheitlich viral. 


Kongress: Lage, Lage, Lage!

Der Wiener Einzelhandelsimmobilienmarkt hat mit sinkenden Mieten und Leerständen zu kämpfen, berichtet ein aktueller Report des Immobiliendienstleisters EHL. Der heurige Herbst bescherte den Wiener Konsumenten eine nicht unerhebliche Erweiterung des Shop-Angebots. Das Simmeringer Einkaufszentrum huma eleven vergrößerte die Verkaufsfläche um 20.000 m² und ist nun im Vollbetrieb mit 50.000 m² das zweitgrößte Einkaufszentrum der Bundeshauptstadt. Im dritten Bezirk öffnete das Shopping Center Post am Rochus mit 5.500 m² seine Pforten. Schon lange hat es in Wien keinen derart großen Flächenzuwachs mehr gegeben.


Eyewear: Gute Aussicht

Brillen haben sich zum absoluten Fashion-Item entwickelt – auch das erst vier Jahre alte Schweizer Label Viu mischt da kräftig mit. Ein 400-Seelen-Dorf mitten in den Dolomiten, ein Familienbetrieb, der Handarbeit mit neuester Technologie verbindet – das ist der Ort, an dem die Fassungen des Brillenlabels Viu entstehen. Es war für Creative Director Fabrice Aeberhard und CEO Kilian Wagner kein Leichtes, diesen verborgenen Manufaktur-Schatz zu finden. Nach intensiver Recherche, einer Woche voller enttäuschender Besichtigungen und mit dem kleinen Quäntchen Glück, das man für so ein Unterfangen braucht, fanden die Brillenenthusiasten auf beiden Seiten zueinander.


Instagram: Follow me!

Blogger, Vlogger, Instagramer oder Facebooker galten lange als nerdige Randgruppe. Jetzt haben sich soziale Medien zu einem bestimmenden Wirtschaftsfaktor entwickelt. Man stelle sich folgende Szene vor: Auf der Straße spricht einen ein wildfremder Mensch an und schwärmt von seinen neuen Jeans. Auf der Straße würde man sich wohl an die Stirn tippen und rasch weitergehen. Im Internet passiert das tagtäglich – und ist mittlerweile die überzeugendste Kaufempfehlung. Die aktuelle Studie »Global Future Consumer Study« des Managementberaters A.T. Kearney zeigt einerseits, dass klassische Marken bei jungen Kunden massiv an Vertrauen verlieren. Auf der anderen Seite verlässt sich die Generation Z bei ihren Kaufentscheidungen zunehmend auf die Meinungen von sogenannten »Influencern«.


Denim Studie 2017: Jeans Classics!

Die TZ hat die Österreicherinnen in einer umfassenden Studie zu ihren Jeans-Vorlieben befragt – zu Styles, Preisen, Marken und Händlern. Jeans haben sich seit ihrer Erfindung als robuste Arbeitshose zu einem unumstößlichen Must-have entwickelt. Kaum jemand mit einer auch nur halbwegs gut gefüllten Garderobe wird wohl ohne Denims auskommen – mit Ausnahme der englischen Königin vielleicht. Doch was hängt und liegt da tatsächlich in den Schränken der heimischen Kundinnen? Was davon wird auch wirklich getragen? Wie viel geben die Österreicherinnen für ein Paar Jeans aus? Für welche Marken geben sie das Geld aus? Und was halten sie von den von der Modeindustrie gehypten Trends? Antworten auf diese und noch mehr Fragen liefert eine neue Studie, für die die TZ erstmals Endkundinnen befragt hat.