Ausgabe 17/2017

Sport & Funktion
Das Material macht's

Bread & Butter by Zalando
Festival der Mode

Berlin: Brot mit ganz viel Butter

Der Name ist wohl noch allen in der Modebranche ein Begriff. Doch was hat Zalando nun aus der Bread & Butter gemacht? Die Textilzeitung war auf Lokalaugenschein bei der zweiten Auflage. Eine große Show war die Bread & Butter auch schon zu den Zeiten, als sie noch dem Fachpublikum vorbehalten war. Und zwar eine so große Show, dass sie eine enorme Begehrlichkeit vor allem für Berliner Modeinteressierte ausstrahlte. Davon hat sie zur Freude des Onlinegiganten Zalando, der die Marke Bread & Butter nach der Insolvenz 2015 erwarb, bis jetzt nichts eingebüßt.


Handel: Hurra, wir leben noch!

Das erste Halbjahr endete für den Modehandel mit einem kleinen Plus. Zum Start in die Herbstsaison scheint die Stimmung in der Branche insgesamt vorsichtig zweckoptimistisch – trotz der schwieriger werdenden Rahmenbedingungen. Die nominellen Umsätze haben im stationären Einzelhandel im ersten Halbjahr um 2,5 % zugelegt. »Das ist der stärkste Zuwachs seit sieben Jahren«, so Peter Buchmüller, Obmann der Bundessparte Handel in der WKO. Damit entwickelte sich der heimische Einzelhandel besser als der EU-28-Trend. Der große Gewinner und wichtigste Konjunkturtreiber im Spartenvergleich ist eindeutig der Lebensmittelhandel.


Outlets: Sale in der Dauerschleife

Vente-privee, brands4friends, dress-for-less...auch online gibt es Outlet Center sonder Zahl. Doch wirtschaftlich erfolgreich sind die wenigsten. Eine Marktübersicht. Das Geschäftsmodell klingt bestechend: Markenhersteller können Restposten und Retourmengen in zeitlich befristeten Verkaufsaktionen abverkaufen. Da die Angebote nur für registrierte Mitglieder sichtbar sind, werden die reduzierten Preise öffentlich nicht bekannt. Das schützt die Marke und ihre klassischen Vertriebskanäle vor einem Dumping Image. So funktionieren Onlineshopping-Clubs.


Handel: Der Ideen-Schmied

Markus Walter ist als kreativer Berater und Trainer für den heimischen Modehandel bekannt. Nun will er mit seiner neuen Gestaltungs-Akademie für frischen Wind im Handel sorgen. Wer auf seine Facebook-Seite geht, sieht, für wen Markus Walter tätig ist: Stöcker in Eferding, Stögmüller in Gmunden, Roth in Gnas, Pichler in Grunddorf, Stift in Tulln, dazu auch kleinere Boutiquen im ländlichen Raum. Ladeninszenierung, Visual Merchandising, Einkaufsberatung, Ideenentwicklung, Storechecks, Mitarbeitertraining sind nur einige der Leistungen, die der kreative Kopf anbietet, der es zugleich versteht, auch vor Ort kräftig anzupacken.


Sport: Die Zukunft ist sportlich

Um die Jahrtausendwende beeinflusste der Trendsport das Sportbekleidungsdesign; aktuell sind es vorwiegend digitale Technologien. Darüberhinaus zeigt sich der Sektor zunehmend modekompatibel. Trendforscher und Consulter werfen der Modeindustrie vor, rückständig zu sein. Kritisiert wird deren »unzeitgemäßes Festhalten an designerischer Theatralik« In einer Zeit »der Modedemokratie, der unmittelbaren Bedürfnisbefriedigung und der technischen Innovation« sei dies schlicht irrelevant. Chris Sanderson vom britischen Trendbüro Future Laboratory sieht die Dinge nicht ganz so schwarz. Für ihn zeichnet sich schon ein gegenseitiger Austauschs von Mode, Technologie und Leisure ab (vgl. Kay, Karen (6. 9. 2017): »Behind the curve, the closed world of haute couture calls in the geeks« auf www.theguardian.com). Dieser Austausch ist weniger der Mode- als der Sportbekleidungs - industrie zuzuschreiben.